BILD-Vize Paul Ronzheimer trifft in München Schah-Sohn Reza Pahlavi | Politik

30.07.2025 - Çarşamba 23:11

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München – Für die einen ist er der einzige Hoffnungsträger, der den Iran vor den Mullahs retten kann. Für die anderen ist er ein Gesicht der Vergangenheit – und als Sohn des Schahs, der den Iran bis 1979 mit harter Hand beherrschte, kein Freiheitskämpfer.

Reza Pahlavi ist 64 Jahre alt, Sohn von Schah Mohammed Reza Pahlavi und Kaiserin Farah Pahlavi, ehemaliger Kronprinz des Iran. Und er ist der bekannteste Gegner des Mullah-Regimes auf der ganzen Welt.

Mehr Sicherheitspersonal als Regierungschefs

Als ich Pahlavi in einem Hotel in München treffe, umringen ihn so viele deutsche Sicherheitsbeamte wie kaum einen Regierungschef, den ich jemals interviewt habe. Dazu kommen seine persönlichen Leibwächter.

Klar ist: Pahlavi lebt gefährlich. Das iranische Regime will ihn tot sehen.

BILD-Vize Paul Ronzheimer (40) traf Reza Pahlavi in einem Münchner Hotel und redete mit ihm mehr als eine Stunde über die Lage im Iran

BILD-Vize Paul Ronzheimer traf Reza Pahlavi in einem Münchner Hotel und redete mit ihm mehr als eine Stunde über die Lage im Iran

Foto: Niels Starnick/BILD

Als sein Vater gestürzt wurde, war er gerade in Texas und machte eine Piloten-Ausbildung. Schon mit elf Jahren hatte er den ersten Solo-Flug absolviert, ein Jahr später erhielt er die Fliegerlizenz. Heute ist der studierte Politologe (University of Southern California), Redner und Buchautor der bekannteste Oppositionelle des Iran. Immer wieder ließ er sich bei seinen Rufen nach dem Sturz der Mullahs vom Mauerfall 1989 in Deutschland inspirieren.

Jetzt kämpft Pahlavi international dafür, dass die zerstrittene iranische Opposition sich vereinigt – am besten hinter ihm. Sein Ziel: ein Ende des islamistischen Regimes, dann demokratische Wahlen. Aber wie soll das funktionieren?

Reza Pahlavi (damals 6) war dabei, als sein Vater Mohammad Reza Pahlavi (1919-1980) am 26. Oktober 1967 zum Schah von Persien gekrönt wurde

Reza Pahlavi (damals 6) war dabei, als sein Vater Mohammad Reza Pahlavi (1919-1980) am 26. Oktober 1967 zum Schah von Persien gekrönt wurde

Foto: Popperfoto via Getty Images

Pahlavi ist freundlich, lacht viel und ist trotz der dramatischen Situation optimistisch. Seine Sicht: Nach dem Krieg gegen Israel und die USA war die Lage für das iranische Regime noch nie so schwierig. Er spricht über die anhaltenden wirtschaftlichen Probleme, über die Wasserknappheit und den Ausnahmezustand.

Aber warum sind dann nicht längst mehr Menschen auf den Straßen?

Pahlavi: „Der Unterdrückungsapparat des Regimes ist stark geschwächt. Das heißt nicht, dass sie nicht weiter unterdrücken werden, das tun sie. Aber das ist ein Grund mehr für die Menschen, zu erkennen, dass dies eine Chance ist, die sie nicht verpassen dürfen.“

„Mir egal, ob Chamenei lebt oder stirbt“

Wie lange es dauern kann, bis sich die Menschen auch öffentlich erheben gegen das Regime, ist nicht absehbar. Aber Pahlavi geht davon aus, dass es jederzeit passieren kann.

Die Schah-Familie 1970 im Sommerurlaub am Kaspischen Meer. Reza Pahlavi (damals 9) ist auf dem Foto ganz rechts zu sehen

Die Schah-Familie 1970 im Sommerurlaub am Kaspischen Meer. Reza Pahlavi (damals 9) ist auf dem Foto ganz rechts zu sehen

Foto: picture alliance / akg-images / Hugues Vassal

Muss der Anführer der Mullahs, Ali Chamenei, sterben, damit es eine Revolution gibt? Pahlavi sagt: „Offen gesagt ist es mir egal, ob Chamenei lebt oder stirbt. Das Regime geht zugrunde, und das iranische Volk sieht darin eine Chance, die es nicht verpassen darf. Wir als Iraner tun alles in unserer Macht Stehende, um uns zu mobilisieren.“

Er hofft, dass die westliche Welt das Regime nicht mit Verhandlungen stützen wird.

Auf die Kritik an seinem Vater – und damit auch an ihm – weist er zurück. Doch man spürt, dass dies sein Schwachpunkt ist. „Ich bin nicht hier, um die Vergangenheit zu repräsentieren“, sagte Pahlavi, als ich immer wieder nachhakte. Doch er beharrt darauf: „Ich bin mein eigener Herr, ich habe meine eigene Vision.“ Deshalb unterstützten ihn so viele Iraner.

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