Böllerverbot in Bremen gefordert: Mäurer schockt | Politik

04.12.2025 - Perşembe 01:45

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Bremen – Knallharter Auftakt in Bremen! Gleich zu Beginn der Innenministerkonferenz (IMK) hat Bremens Innensenator Ulrich Mäurer (74, SPD) ein Böllerverbot zu Silvester gefordert!

„Ich glaube, wir haben einen Punkt erreicht, wo viele nachdenklich geworden sind“, sagte er. Und er legt nach: Für Tiere sei privates Feuerwerk eine Qual, für Polizei und Feuerwehr seien Silvesternächte „ein Albtraum“. Mäurer schockt sogar mit einer drastischen Beschreibung: Am Neujahrstag sehe Bremen oft aus „wie nach einem Bürgerkrieg“.

► Doch ein bundesweites Verbot? Fehlanzeige! Selbst in Bremen wird ein einstimmiger Beschluss laut Teilnehmern kaum erwartet. Trotzdem bleibt Mäurer hart: Wenn Berlin kein Verbot durchziehe, sollten wenigstens Länder und Kommunen selbst entscheiden dürfen.

Der Senator, der sein Amt in wenigen Tagen abgibt, macht klar, wer am Hebel sitzt: „Er nur kann die Ausnahmen erlassen für die Länder, und der Bund bewegt sich zum ersten Mal in vielen Jahren“, sagt er über die Bundesregierung – und stellt sich damit offen gegen die bundesweite Zündellust.

Ulrich Mäurer (74, SPD), Innensenator von Bremen und derzeitiger Vorsitzender der Innenministerkonferenz

Ulrich Mäurer (74, SPD), Innensenator von Bremen und derzeitiger Vorsitzender der Innenministerkonferenz

Foto: Sina Schuldt/dpa

Mäurer kämpft seit Langem gegen Silvester-Böller. Seine Gründe? Verletzungen, Umweltbelastung, Müllberge – und eine zunehmend aggressive Stimmung in der Silvesternacht. Rückendeckung bekommt er von der Deutschen Umwelthilfe und der Gewerkschaft der Polizei (GdP), die ebenfalls ein Verbot fordern. Doch dafür müsste erst die Verordnung zum Sprengstoffgesetz geändert werden.

Eines ist sicher: Die Innenministerkonferenz, die nur einstimmige Beschlüsse fassen kann, startet mit ordentlich Krawall – und einem Thema, das Deutschland jedes Jahr aufs Neue spaltet.

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