Botswana-Hammer: Jetzt soll Kanzler Merz 20.000 Elefanten Asyl geben! | Politik

23.06.2025 - Pazartesi 06:53

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Berlin – Vor gut einem Jahr kündigte Botswana an: Wir schieben 20.000 Elefanten nach Deutschland ab. Gipfel eines Zoffs mit den Grünen. Nun ist die neue Bundesregierung im Amt – und Botswana (130.000 Dickhäuter) hat noch immer zu viele Elefanten. Seine Regierung stellt klar: Das Angebot gilt auch für Schwarz-Rot und Kanzler Friedrich Merz (69, CDU).

Botswanas Diplomaten um Botschafter John-Thomas Dipowe (61) trafen BILD im Berliner „Titanic Hotel“ (Chausseestraße), brachten Altpräsident Mokgweetsi Masisi (63) mit.

„Die Bundesregierung sollte sich vorbereiten, unsere Elefanten zu empfangen“, so Masisi zu BILD. Er fragt den Kanzler: „Herr Merz, wollen Sie die 20.000 Elefanten? Wenn Deutschland die ersten fünf nimmt, ist das ein guter Anfang.“

Elefanten in Botswana

Botswana hat mit seinen Artenschutz-Bemühungen und Vorgehen gegen Wilderei die Elefanten-Bestände über Jahrzehnte gesteigert. Das Land kämpft nun gegen eine Elefantenplage, siedelt Tiere in andere Länder um

Foto: VW Pics/Universal Images Group via Getty Images

Bedingung der Umsiedlung bleibt: Sie müssen frei herumlaufen, wie zu Hause. Merz hatte in seiner ersten Regierungserklärung angekündigt, er wolle das Verhältnis mit Afrika „voranbringen“, die „Nachbarschaft aktiv gestalten“. Die Afrikaner nehmen ihn beim Wort. „Ich bin erfreut, dass er uns ernst nimmt – nicht wie die Grünen.“ Die haben das Thema Jagdtrophäen inzwischen aus ihrem Wahlprogramm gestrichen.

„Wir Afrikaner sind keine Menschen zweiter Klasse“

Juni 2024: Masisi mit der damaligen Bundesumweltministerin Steffi Lemke (57, l.) und der damaligen Außenministerin Annalena Baerbock (44). „Es war etwas unangenehm“, sagt Masisi heute

Juni 2024: Masisi mit der damaligen Bundesumweltministerin Steffi Lemke (57, l.) und der damaligen Außenministerin Annalena Baerbock (44) in Berlin. „Es war etwas unangenehm“, sagt Masisi heute

Foto: Auswärtiges Amt

Masisi glaubt, die Partei habe auch wegen des Elefanten-Zoffs die Wahl verloren. „Die Lektion müssen sie lernen. Grüne Ideologie hat mit der Realität nichts zu tun.“ Die Grünen-Minister Steffi Lemke und Annalena Baerbock hätten ihn hinter verschlossener Tür gebeten, die Abschiebe-Pläne fallenzulassen. „Weil es den Grünen schadet. Aber wir lassen uns nichts aufzwingen. Wir Afrikaner sind keine Menschen zweiter Klasse.“ Es sei positiv, dass Merz nicht „über die Köpfe der Afrikaner hinweg“ Politik machen wolle.

„Elfenbeinhandel sollte freigegeben werden“

Nun mit Merz ein neuer Anfang! Und eine Bitte an den Kanzler: „Deutschland sollte sich für den legalen Elfenbeinhandel öffnen, er sollte freigegeben werden“, sagte Masisi. Begründung: Hohe Kosten für Lagerung und Bewachung, der brachliegende Wert des „weißen Goldes“.

Eine Elefanten-Skulptur aus Stoßzähnen in Botswana. Afrikas Länder dürfen das eigentlich sehr wertvolle Elfenbein bisher nicht handeln

Eine Elefanten-Skulptur aus Stoßzähnen am Flughafen Gaborone. Afrikas Länder dürfen das enorm wertvolle Elfenbein nicht handeln, Botswana nutzt es kreativ

Foto: AFP/Getty Images

Einige Länder müssen die Bestände sogar verbrennen. Dagegen regt sich Widerstand in Afrika (u.a. Simbabwe). Botswana gilt als Artenschutz-Vorzeigeland. Masisi: „Wir sind da sehr ethisch und transparent, ein Rechtsstaat. Warum dürfen wir unser eigenes Elfenbein nicht verkaufen? Es ist Zeit, zurückzugeben. Wir wollen Handel treiben!“

Botswanas Altpräsident gibt jetzt den Elefanten-Beauftragten für sein Land - hier mit einem ausgestopften Elefantenfuß

Masisi gibt jetzt den Elefanten-Beauftragten für sein Land – hier mit einem ausgestopften Elefantenfuß

Foto: President Masisi

ABER: Elfenbeinhandel ist international verboten. Das Bundesumweltministerium teilte BILD mit, ein konkreter Antrag dazu sei bisher nicht bekannt. Ein Sprecher: „Die Bundesregierung begrüßt die Erfolge beim Artenschutz, etwa in Botswana und Namibia.“ Die Beziehungen seien „herzlich und produktiv“.

Mit besten Grüßen an Bundesregierung und Kanzler Merz: Hier übergibt Botswanas Alt-Präsident Mogkweetsi Masisi (63, l.) symbolisch den ersten Elefanten an Deutschland, zu Händen von BILD-Reporter Sebastian Geisler

Mit besten Grüßen an Kanzler Merz: Hier übergibt Botswanas Alt-Präsident Mogkweetsi Masisi (63, l.) symbolisch den ersten Elefanten an Deutschland, zu Händen des BILD-Reporters

Foto: Christian Lohse/Bild

Um den neuen Vorstoß zu unterstreichen, übergab Masisi Deutschland den ersten Elefanten – symbolisch als Plüschfigur, zu Händen des BILD-Reporters. Mit besten Grüßen an Kanzler Merz.

Kommen wirklich 20.000 Botswana-Elefanten ins Bundesgebiet? Mokgweetsi Masisi (l.) stellt sich den Fragen von BILD-Reporter Sebastian Geisler

Kommen wirklich bald 20.000 Botswana-Elefanten ins Bundesgebiet? Mokgweetsi Masisi (l.) stellt sich den Fragen von BILD-Reporter Sebastian Geisler

Foto: Christian Lohse/Bild

Weltweite Reaktion „hat mir einen Kick gegeben“

Über die weltweiten Reaktionen auf Botswanas Abschiebe-Androhung sagte Masisi: „Wir haben geliebt, dass es viral gegangen ist. Und die Memes! Es hat mir einen Kick gegeben.“

Er habe seine Elefanten-Abschiebung 2024 im BILD-Interview geäußert, „weil ihr Reichweite habt. Die Grafiken waren toll – Elefanten im Flugzeug! Und die Botschaft ist angekommen.“

April 2024: Maisis Amtsvorgänger Ian Kahma postete einen Screenshot des BILD-Artikels bei Facebook

April 2024: Masisis Amtsvorgänger Ian Khama postete diesen Screenshot eines BILD-Artikels bei Facebook

Foto: Facebook

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