Boxen: WBC-Kongress in Hamburg endet mit Kracher-K.o. | Sport

15.12.2024 - Pazar 10:50

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Die Box-Welt zu Gast in Hamburg. Zum ersten Mal hielt der große Weltverband WBC sein jährliches Treffen in Deutschland ab. Zum krönenden Abschluss flogen im großen Festsaal des noblen „Grand Elysée“-Hotels bei der Universum-Gala die Fäuste.

Am Ring saß neben Gastgeber WBC-Präsident Mauricio Sulaiman (54) und Universum-Boss Ismail Özen-Otto (43) reichlich Prominenz: Ex-Weltmeister Lennox Lewis (59) sowie Deutschlands Kult-Trainer Ulli Wegner (82) und die ehemaligen Kämpfer Luan Krasniqi (53) und Alexander Dimitrenko (43).

[-->Sie alle sahen zum Abschluss einen Kracher-K.o.! Schwergewicht Mourad Aliev (29/Frankreich) haute im letzten Kampf Gegner Davide Brito (27) in der sechsten Runde spektakulär durch die Ringseile. Der schwer angeklingelte Italiener mit Wohnsitz in Florida schleppte sich zwar noch mal zurück. Aber der Ringrichter brach nach einem tiefen Blick in seine Augen das ungleiche Gefecht nach 1:56 Minuten ab.

„Das Beste kam am Ende“, sagte der „Weiße Wolf“ von Universum-„Außenminister“ Ahmed Öner (53). „Das war der nächste Schritt. Ich möchte Weltmeister werden.“

Der WBC International Silver-Champion ist auf einem guten Weg. Auf der Convention in Hamburg stufte der Verband den Rechtausleger auf Position 14 der Rangliste hoch. Nach dem Sieg dürfte er noch weiter klettern.

Kuba-Kracher geht die Luft aus

Universum-Schwergewicht Jose Larduet (l.) verlor knapp nach Punkten gegen Bohdan Myronets

Universum-Schwergewicht Jose Larduet (l.) verlor knapp nach Punkten gegen Bohdan Myronets

Foto: Torsten Helmke<!-->

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Schieben, drücken, schnaufen. Kuba-Kracher Jose Larduet (34) kassierte gegen den Ukrainer Bohdan Myronets (31) im 14. Profi-Kampf überraschend seine erste Niederlage!

Mittwoch hatte ihn Lennox Lewis noch im Universum-Gym besucht. Doch auch die Tipps des Ex-Champs konnten Larduet nicht helfen. Der Schwergewichtler holte sich nach ausgeglichenem Beginn die mittleren Runden, setzte aber vor allem auf Beton-Brecher-Schläge. Die hatten ihm zuvor zu elf K.o.-Siegen verholfen. Doch gegen den starken Myronets musste er zum ersten Mal in seiner Karriere über zehn Runden gehen.

Der Ukrainer traf häufiger und hatte in dem engen Gefecht am Ende mehr Luft. Auch, weil er schon in der zweiten Runde Larduets Nase zermatscht hatte. So endete der Kampf mit einer Split-Decision der Punktrichter – für Myronets, der erschöpft und überglücklich jubelte: „Das ist der beste Tag meines Lebens.“

Handtuch sorgt für Freuden-Tränen

Branimir Malenica (32/Mainz) verlor. Und büßte gegen Benjamin Gavazi (29/Landau) seinen WBC International Silver-Gürtel im Halbschwergewicht (79,4 Kilo) ein. Die ersten Runden des hochklassigen Fights holte sich Malenica, dann drehte Gavazi auf und hatte den Titelverteidiger am Rande eines K.o. – bis nach 1:41 Minuten in der 10. Runde das Handtuch flog. „Mir fehlen die Worte“, sagte Gavazi mit Tränen in den Augen und nahm im Ring die Glückwünsche von Luan Krasniqi (53) entgegen.

Besser lief es aus Veranstalter-Sicht für Serkay Comert (26), der Yassin Hermi (22/Italien) dominierte und sich beim stimmungsmäßigen Hauptkampf des Abends durch einen ungefährdeten Punktsieg den WBC International Silver-Titel im Mittelgewicht (72,6 Kilo) holte.

Kein Härte-Test für Grün

Für Universum-Hoffnung Henry Grün (25) sollte es nach sechs Aufbau-Kämpfen der erste Härte-Test werden. Denn Gegner Jonny Sanchez (37/Venezuela) hatte zuvor 20 seiner 23 Kämpfe im Mittelgewicht (72,6 Kilo) gewonnen. Pech jedoch: Bevor das Duell so richtig Fahrt aufnehmen konnte, war es vorbei. Sanchez musste nach der dritten Runden wegen einer Verletzung an der linken Schulter aufgeben.

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