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Brand bei deutschem Rüstungskonzern: Hat Putin in Berlin zugeschlagen? | Politik
23.06.2024 - Pazar 23:30
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Wie BILD exklusiv berichtete, geht die Bundesregierung dem brisanten Verdacht nach, dass Russland für den Brand beim deutschen Rüstungskonzern Diehl in Berlin-Lichterfelde verantwortlich ist.
Nun bestätigt das „Wall Street Journal“ den Bericht und enthüllt neue Details.
Das Blatt zitiert einen Beamten aus dem Sicherheitsapparat, demzufolge keine Ursache, einschließlich Sabotage, ausgeschlossen werden könnte.
Problem: Die Ermittler ermittelten zunächst in die falsche Richtung, gingen von einem Unfall aus. Westliche Sicherheitsbeamte glauben nun, dass das Feuer von russischen Saboteuren gelegt wurde. Ziel: Die Lieferung von Waffen und Munition an die Ukraine verhindern!
► Den Angaben eines vom „WSJ“ zitierten Sicherheitsbeamten zufolge ist das Feuer in der Diehl-Fabrik wahrscheinlich in einem Bereich ausgebrochen, zu dem nur wenige Personen Zugang hatten. Der Mann ist mit den Ermittlungen vertraut.
► Das Unternehmen selbst teilte am Freitag mit, dass laut einem Bericht seiner Versicherer ein technisches Problem den Brand verursacht habe. Ein Vertreter des Unternehmens sagte am Freitag, dass dieses technische Problem „theoretisch“ durch Sabotage verursacht worden sein könnte, wie das „Wall Street Journal“ weiter schreibt.
„Täter werden wie Uber-Fahrer rekrutiert“
Den zitierten Beamten zufolge sei der Brandanschlag auf die Fabrik vermutlich das Werk erfahrener Profis gewesen. Sie verwiesen jedoch auch darauf, dass Russland häufig Zivilisten für solche Operationen einsetzt, etwa gezielt Kriminelle über soziale Netzwerke wie Telegram anwirbt, sie mit Kryptowährung bezahlt. Diese wüssten häufig selbst gar nicht, dass sie für eine Kreml-Operation eingespannt werden.
„Täter werden wie Uber-Fahrer rekrutiert, aber der Effekt ist oft derselbe wie beim Einsatz von Profis“, zitiert das Blatt einen hohen westlichen Sicherheitsbeamten.
Hintergrund: Die Fabrik des Unternehmens Diehl, das Waffen für die Ukraine produziert, war Anfang Mai in Flammen aufgegangen. 160 Feuerwehrleute versuchten, den größten Brand in Berlin seit Jahren unter Kontrolle zu bekommen. Aber das Gebäude stürzte komplett ein.
Zur Diehl-Gruppe mit Hauptsitz in Nürnberg gehört auch Diehl Defence, einer der größten Rüstungskonzerne Deutschlands. Er produziert Militärgerät wie das Luftabwehrsystem IRIS-T, das auch an die Ukraine geliefert wurde, um sich gegen russische Angriffe zu verteidigen.
Videoaufzeichnungen bei Brand zerstört
► Bemerkenswertes Detail des Fabrikbrandes: Sämtliche Videoaufzeichnungen aus Sicherheitskameras seien in dem Feuer zerstört worden. Dem Beamten zufolge gebe es eine Reihe von Vorfällen, die in jüngerer Zeit als Unfälle eingestuft worden seien - und angesichts der jüngsten Enthüllungen neu bewertet werden müssten.
Völlig zerstört: das Fabrikgebäude ist nach dem Brand eingestürzt
Pikant: Wie das Blatt unter Berufung auf zwei deutsche Beamte schreibt, waren im Fall Diehl die abgefangenen elektronischen Nachrichten, die Beweise für die russische Beteiligung lieferten, vor deutschen Gerichten nicht zulässig. Das habe die Behörden daran gehindert, den Anschlag eindeutig zuzuordnen und strafrechtliche Anklagen zu erheben.
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