Brauerei-Chef schlägt Alarm: Bier muss teurer werden | Politik

24.04.2025 - Perşembe 06:07

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Die Temperaturen steigen, die Deutschen strömen in die Biergärten – aber dort droht bald der Schock! Denn: Unser Bier ist zu billig!

Holger Eichele, Chef des Deutschen Brauerbund, schlägt Alarm: „Die Preise für Biere müssen eigentlich steigen.“ Denn BierDeutschland hat ein Problem. Einerseits steigen die Kosten für die Produktion (Hopfenanbau, Ernte, Personal). Andererseits trinken die Deutschen zu wenig Bier. Deshalb kommt zu wenig Geld rein. Bedeutet: Bier müsste eigentlich mehr kosten.

Eichele zu BILD: „Brauereien sind darauf angewiesen, die stark gestiegenen Produktionskosten zumindest teilweise weiterzugeben.“ Wie viel genau kann Eichele nicht sagen. Aber: „Heute kostet die Bierproduktion viel mehr als vor fünf oder zehn Jahren.“

Das große Problem: Bier in Deutschland ist viel billiger als bei unseren Nachbarn. Der halbe Liter kostete in Deutschland im Restaurant 2024 4,50 Euro – viertletzter Platz in Europa. In Brüssel zahlt man 5 Euro, in Paris sind es 7 Euro und in Oslo sogar rund 9 Euro.

Brauereiverband-Chef Holger Eichele

Brauereiverband-Chef Holger Eichele

Foto: DBB/Christian Lietzmann

Die gute Nachricht für alle Biertrinker: Laut Statistischem Bundesamt sind in den vergangenen fünf Jahren die Preise für Bier langsamer gestiegen als für Lebensmittel. Konkret: Fürs Essen waren es im Durchschnitt 39 Prozent Plus – fürs Bier nur 25 Prozent.

Überraschend: Alkoholfreies Bier wird immer beliebter. Nach Pils (48 Prozent) und Hellem (11 Prozent) landet das Alkoholfreie auf Platz Drei im Beliebtheitsranking. Eichele zu BILD: „Wir rechnen damit, dass die Kategorie der Alkoholfreien weiter wachsen und bald jedes zehnte in Deutschland gebraute Bier alkoholfrei.“

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