Bundesregierung schockiert: Judenhass-Vorwürfe gegen Uni-Präsidentin | Politik

29.05.2024 - Çarşamba 13:19

[ad_1]

Wird eine weitere Berliner Universität von einem Antisemitismus-Skandal erfasst? Neue Screenshots setzen die Präsidentin der Technischen Universität Berlin, Geraldine Rauch (41), unter Druck. Sie soll Beiträge auf X (Twitter) mit „Gefällt mir“ markiert haben, in denen Israel-Hass bis hin zu Antisemitismus verbreitet wurde.

Noam Petri (20), Medizinstudent und Vize-Präsident der jüdischen Studierendenunion, machte einen der Beiträge auf X öffentlich. Die X-Seite der Uni-Präsidentin ist nicht mehr öffentlich einsehbar, sie schaltete sie auf privat.

Zuerst berichtete die „Jüdische Allgemeine“. BILD bat die TU Berlin am Dienstagvormittag um eine Stellungnahme, erhielt aber bis zur Veröffentlichung des Artikels trotz mehrmaliger Rückfrage keine Antwort.

Israel-Premier mit Hakenkreuzen

▶︎ Die Screenshots zeigen, dass Mathe-Professorin und Uni-Präsidentin Rauch mehrere politische Beiträge mit einem Herz markiert haben soll. Darunter ist ein Beitrag, in dem ein Nutzer mit einer Russland-Flagge im Namen Fotos einer Anti-Israel-Demo in der Türkei teilt. Auf einem Foto ist ein Transparent von Israels Premierminister Benjamin Netanjahu (74) zu sehen, das mit Hakenkreuzen beschmiert ist.

Ein Transparent von Israels Premierminister Netanjahu, beschmiert mit Hakenkreuzen

Ein Transparent von Israels Premierminister Netanjahu, beschmiert mit Hakenkreuzen

Foto: x/Geraldine Rauch

Die Gleichsetzung Netanjahus mit dem Nazi-Führern impliziert, dass der jüdische Staat ebenso schwere Verbrechen begehe wie einst von Nazi-Deutschland am jüdischen Volk verübt wurden. Experten zufolge sind solche Gleichsetzungen antisemitisch.

In weiteren Beiträgen, die Rauch mit „Gefällt mir“ markiert haben soll, wird Israel ein „Völkermord“ in Gaza vorgeworfen sowie ein „Waffenembargo“ sowie die „diplomatische Isolation“ des jüdischen Staates gefordert.

Die X-Beiträge von TU-Präsidentin Rauch sind nicht mehr einsehbar

Die X-Beiträge von TU-Präsidentin Rauch sind nicht mehr einsehbar

Foto: x/Geraldine Rauch

Felix Klein (56), Antisemitismus-Beauftragter der Bundesregierung, übt deutliche Kritik an Rauch. „Wie sollen jüdische Studierende einer Universitätspräsidentin ihre Sicherheit anvertrauen, wenn diese Aussagen likt, die genau den Antisemitismus wiedergeben, wegen dessen viele Hochschulen eben keine sicheren Orte für Jüdinnen und Juden mehr sind?“, fragt Klein in BILD.

Sein Fazit: „Ich kann nachvollziehen, dass jüdische Studierende und alle, die Antisemitismus auf dem Campus nicht akzeptieren wollen, hiervon schockiert sind.“

Antisemitismus-Beauftragter Klein kritisiert die „Gefällt mir“-Angaben für antisemitische Beiträge durch TU-Präsidentin Rauch

Antisemitismus-Beauftragter Klein kritisiert die „Gefällt mir“-Angaben für antisemitische Beiträge durch TU-Präsidentin Rauch

Foto: Kay Nietfeld/dpa

Noam Petri, der die Screenshots öffentlich machte, sagte zu BILD: „Man muss kein Befürworter von Netanjahu sein. Doch ein Bild zu liken, das Netanjahu mit Hakenkreuzen beschmiert darstellt, ist für eine Berliner Universitätspräsidentin unwürdig. Es relativiert zudem den Nationalsozialismus. Die Entgleisung stellt auch eine Enthemmung dar, die zudem den politischen Diskurs unmöglich macht.“

Rauch stand zuletzt auch wegen der Benennung eines Antisemitismus-Beauftragten in der Kritik – und zwar ausgerechnet vom Zentralrat der Juden. Dem Verband, dessen Mitglieder der Beauftragte eigentlich schützen sollte.

„Hamas-Sympathisanten wird roter Teppich ausgerollt“

Der Zentralrat wirft dem neuen Beauftragten, Professor Uffa Jensen, vor, ein Gegner der gängigen Antisemitismus-Definition (IHRA) zu sein, die etliche Beispiele für antisemitisches Verhalten auflistet und die auch von der Bundesregierung anerkannt wird. Tatsächlich wird die Definition von vielen linken und islamistischen Aktivisten abgelehnt, die in ihrem Israel-Hass nichts Antisemitisches sehen wollen.

Der Zentralrat bezeichnete Rauchs Personal-Entscheidung als „große Enttäuschung“, sprach von „Ignoranz gegenüber den jüdischen Studenten“ und kritisierte: „Hiermit wird Linksextremen und Hamas-Sympathisanten der rote Teppich ausgerollt.“

[ad_2]
Apsny News

YORUM YAZ

Yorum Yazabilmek İçin Lütfen Giriş Yapın.