Bundeswehr: Experten fordern Änderung bei Eierkontrollgriff | Politik

21.11.2025 - Cuma 16:34

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Berlin – Deutschland diskutiert über den „Eierkontrollgriff“. Ist es eine wichtige Vorsorge oder unnötige Belastung? Jetzt spricht sich gegenüber BILD ein Experte dafür aus, die Untersuchung „sensibler“ zu machen.

Hintergrund: Die Bundeswehr setzt bei ihrer Musterung auch künftig auf eine Hodentastuntersuchung. Weil die Musterung nach den neuen Plänen der schwarz-roten Bundesregierung zur Pflicht werden soll, müssen künftig alle jungen Männer vor dem Arzt die Hose herunterlassen.

Mit dem „Eierkontrollgriff“ wird überprüft, ob ein unentdeckter Leistenbruch, nicht erkannte Fehlanlagen oder ein Hodenhochstand vorliegen. Doch die Untersuchung könnte vielen jungen Männern unangenehm sein, und zu Vorbehalten gegen die Musterung führen, meint etwa BILD-Leser Stefan Ober-Westendorf (32) in einem Schreiben an die Redaktion.

Das sagen Experten zum Eierkontrollgriff

Ist die Untersuchung bei der Musterung medizinisch überhaupt sinnvoll? Urologie-Experte Prof. Dr. med. Kurt Miller (73) verweist auf die mangelnde Datenlage: „Intuitiv hört es sich so an, dass eine institutionelle Massenuntersuchung individuelle Vorteile mit sich bringt. Doch es ist völlig unklar, wie viele Leben wir damit tatsächlich retten“, so der Urologe zu BILD.

Hoden-Experte:

Prof. Kurt Miller ist Experte für urologische Onkologie

Foto: privat

Der Altersgipfel von Hodenkrebs – also der Zeitraum, in dem die Krankheit am häufigsten auftritt – liege bei etwa 30 Lebensjahren. Gemustert werden sollen dagegen Männer, die ab dem 1. Januar 2008 geboren sind, bis zur verpflichtenden Musterung ab Mitte 2027 also erst 18 oder 19 Jahre alt sind.

Immerhin: Abgesehen von möglicher Scham sei beim Eierkontrollgriff „keinerlei Schaden“ zu erwarten. Prof. Dr. Axel Merseburger von der Deutschen Gesellschaft für Urologie sieht zwei große Vorteile der Untersuchung: „Sie kann zufällig bereits bestehende, noch nicht bemerkte Befunde aufdecken.“ Und: „Sie bietet die Gelegenheit, den jungen Männern die Selbstuntersuchung der Hoden zu erklären und für das Thema Hodengesundheit zu sensibilisieren.“

Seine Empfehlung: Bei Männern, die sich bei der Musterung unwohl fühlen, wenn eine Frau die Untersuchung vornimmt, „sollte ein Wunsch nach gleichgeschlechtlicher Untersuchung respektiert“ werden.

► Entscheidend sei, „wie sensibel, transparent und selbstbestimmungsorientiert“ der Eierkontrollgriff durchgeführt werde: „Hier sehe ich durchaus Spielraum, die Praxis moderner und psychisch schützender zu gestalten.“

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