Cancel Culture beim NDR: Julia Ruhs wehrt sich gegen Mobbing-Angriffe | Politik

17.09.2025 - Çarşamba 11:35

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Hamburg/München – Die Journalistin Julia Ruhs (31) meldet sich nach den internen Querelen beim NDR mit deutlichen Aussagen zu Wort. Auf X zeigt sie sich fassungslos über die Entscheidung des öffentlich-rechtlichen Senders, sie nicht länger das Politik-Format „KLAR“ moderieren zu lassen.

„Ich bin zutiefst enttäuscht, ja fassungslos über die Entscheidung des NDR, genauso wie mein gesamtes KLAR-Team“, schreibt Ruhs. Für sie ist das Vorgehen ein „Armutszeugnis“.

Schon in den vergangenen Wochen war bekannt geworden, dass mehrere NDR-Mitarbeiter intern gegen Ruhs massiv Stimmung gemacht hatten. Der Vorwurf: Ihre konservative Haltung passt nicht ins Selbstverständnis des Hauses. Von „Widerstand in der Redaktion“ war die Rede – faktisch handelte es sich um Mobbing gegen eine Kollegin, die nicht auf Linie lag.

Ruhs dazu: „Das Format hat mir auch deshalb sehr viel Spaß gemacht, weil ich Leute im Team hatte, die ein starkes Rückgrat haben. Leider haben das zu viele Hierarchien nicht. Cancel Culture wird nur dadurch möglich, weil genau diesen Chefs der Mut fehlt, sich auch mal querzustellen.“

Zuschauer fühlen sich bestätigt

► Besonders bitter: Viele Zuschauer hatten sich nach dem Start von „KLAR“ begeistert gezeigt, dass es im ÖRR „endlich wieder kontroverse Stimmen“ gebe. Ruhs: „Wir haben in den letzten Wochen rührende Zuschriften von Fans erhalten, die uns schrieben, sie hätten wieder Hoffnung in den ÖRR. ‚Endlich!‘ – kam zigmal bei uns an. Und jetzt? Wurden all die Vorurteile, die sie in Bezug auf die Meinungsvielfalt schon hatten, bestätigt.“

Der Fall Ruhs scheint damit zu bestätigen, was Kritiker dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk seit Jahren vorwerfen: mangelnde Meinungsvielfalt und eine linksgrüne Schieflage, die andere Positionen systematisch ausgrenzt. Zuletzt hatte es im Kontext der Berichterstattung zum Mord am amerikanischen Debattenredner Charlie Kirk (†31) massive Kritik an der ÖRR-Berichterstattung gegeben.

Ruhs setzt auf den BR

Trotz ihrer Enttäuschung über den NDR gibt Julia Ruhs allerdings nicht klein bei: „Ihr dürft jedoch noch Hoffnung in den Bayerischen Rundfunk haben. Wir werden weiterhin das machen, was beim NDR offenbar unmöglich ist. Das Format authentisch weiterführen, und das mit mir. Ich war noch nie so froh, beim BR zu sein“, schrieb sie auf ihrem X-Account.

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