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CDU-Politikerin: Dieser Feiertag soll weg | Politik
08.10.2025 - Çarşamba 13:13
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Eisenach – Immerhin neun Bundesländer ehren den Reformator Martin Luther mit einem arbeitsfreien Ehrentag. Doch jetzt ist eine neue Debatte um die wirtschaftlichen Folgekosten entbrannt. CDU-Wirtschaftsvertreter fordern das Aus für den Reformationstag.
Für Gitta Connemann (61, CDU) ist der Feiertag schlicht nicht mehr zeitgemäß. Gegenüber „Table.Briefings“ führt sie dafür eine brisante Begründung an: So seien selbst in ihrem evangelisch geprägten Heimat-Bundesland Niedersachsen am Sonntag die Kirchen leer.
▶︎ „Können wir uns bestimmte Dinge noch erlauben, die Leistungsfähigkeit kosten?“, fragte die Vorsitzende der Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT) deshalb angesichts der wirtschaftlichen Misere.
Gitta Connemann auf dem Bundesmittelstandstag der MIT
Die Forderung ist heikel, denn ihre eigene Partei trägt das „C“ für „christlich“ im Parteinamen. Zugleich gehören der Evangelischen Kirche trotz aller Austritte noch immer rund 18 Millionen Deutsche an. Und als Begründer der protestantischen Glaubenslehre hat Martin Luthers Erbe Deutschland jahrhundertelang geformt.
Süd-Bundesländer haben öfter frei
Bislang ist der 31. Oktober in den protestantisch geprägten Bundesländern Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen, Hamburg, Schleswig-Holstein, Bremen und Niedersachsen ein gesetzlicher Feiertag.
▶︎ Diese haben aber bereits jetzt weniger arbeitsfreie Tage als etwa Bayern und Baden-Württemberg. Eine Abschaffung dürfte dort daher auf wenig Gegenliebe stoßen.
Zuletzt hatte es immer öfter politische Forderungen zu Feiertagen gegeben. Während die Linke einen „Weltfriedenstag“ einführen wollte, sprachen sich Wirtschaftsvertreter für tendenziell weniger freie Tage aus. Denn: Deutschlands Wirtschaft kommt nicht in Fahrt! Zuletzt gingen Prognosen für 2025 von einem kaum messbaren Wachstum von 0,1 bis 0,2 Prozent aus. In den beiden Vorjahren war die Wirtschaft sogar geschrumpft.
▶︎ Da die Bundesländer an unterschiedlichen Tagen gesetzlich arbeitsfrei geben, ist eine politische Einigung schwierig. Feste wie Weihnachten oder Ostern gelten als unverhandelbar. Und auch die Wähler sind gegen die Abschaffung: In einer BILD-Umfrage vom März sprachen sich 57 Prozent dafür aus, die aktuellen Feiertage beizubehalten.
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