CDU-Ultimatum an Caroline Bosbach | Politik

27.08.2025 - Çarşamba 14:06

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Berlin – Die CDU erhöht den Druck auf Caroline Bosbach (35)!

Der Tochter von Unions-Urgestein Wolfgang Bosbach (73) wird vorgeworfen, ihre Wahl in den Kreisvorstand der Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT) in ihrem rheinisch-bergischen Wahlkreis im Jahr 2023 durch Geld- und Sachleistungen an Neumitglieder quasi gekauft zu haben. Auch ein Griff in die Parteikasse steht im Raum.

Einen Aufklärungsversuch Bosbachs hat ihr CDU-Kreisverband jetzt öffentlich zurückgewiesen, ihr gar ein Ultimatum zur Entkräftung der Vorwürfe gestellt – und Bosbach damit ordentlich abgewatscht!

Der CDU-Politiker Wolfgang Bosbach (73) und seine Tochter Caroline Bosbach (35)

Der CDU-Politiker Wolfgang Bosbach (73) und seine Tochter Caroline Bosbach (35)

Foto: Henning Kaiser/dpa

Ultimatum an Bosbach

Der Vorwurf des Stimmenkaufs habe zahlreiche Fragen aufgeworfen, die aus Sicht des CDU-Kreisverbands „nicht zufriedenstellend beantwortet wurden“. Eine Mail Bosbachs habe „nicht hinreichend zur Aufklärung beigetragen.“ Bosbach habe dem Kreisvorstand zudem nicht persönlich zur Beantwortung von Fragen zur Verfügung gestanden.

Weiter heißt es: „Darum haben wir Caroline Bosbach heute mehrere Fragen, darunter zur Annahme des Geldes etc. gestellt, deren schriftliche Beantwortung der Kreisvorstand bis Freitag, 8. August erwartet.“ Einen Tag später wolle das Gremium erneut zur Beratung zusammenkommen, Bosbach sei herzlich eingeladen.

Denn, so resümieren die Parteifreunde, alleine schon der Verdacht, dass es im Wahlkampf oder bei der Wahl zu Parteigremien zu finanziellen Unregelmäßigkeiten komme, schade der Partei.

Druck durch NRW-Kommunalwahl

Kein Wunder: Durch die in NRW im September anstehende Kommunalwahl stehen Parteien und Politiker gnadenlos unter Druck. Es geht um Ämter und Mandate.

Hintergrund: Das TV-Magazin „Kontraste“ (ARD) hatte zuerst über die Vorgänge berichtet. Der Redaktion lägen eidesstattliche Versicherungen von CDU-Mitgliedern vor, die erklärten, Bosbach habe ihnen für einen Eintritt in die CDU-Mittelstandsvereinigung MIT in Bergisch Gladbach und ihre Stimme Geldzahlungen in Höhe von 100 Euro und sogar kostenlose Bewirtung geboten. Als Beweis sollen Online-Chats dienen.

Bosbachs Anwaltskanzlei hatte gegenüber BILD die Vorwürfe bestritten.

Zudem soll sich Bosbach 2500 Euro in bar aus der Parteikasse über Umwege und mithilfe einer Scheinrechnung besorgt haben. Caroline Bosbach selbst wies die Vorwürfe als konstruiert zurück: „Ich habe mich nicht bereichert, und der CDU Rhein-Berg ist kein Schaden entstanden.“

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