CDU-Warnung vor AfD: Radtke schlägt Alarm | Politik

27.11.2025 - Perşembe 06:59

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Köln/Berlin – CDU-Donnerwetter aus dem eigenen Lager! Der Vorsitzende des Arbeitnehmerflügels CDA, Dennis Radtke (46), schlägt im Gespräch mit dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ massive Alarmglocken – und richtet sich dabei klar an seine eigene Partei.

► Mit drastischen Worten warnt er vor jeder Form von Annäherung an die AfD: „Die CDU wäre kaputt“, wenn es zu einer Zusammenarbeit käme. Und mit Blick auf mögliche AfD-Erfolge in Ostdeutschland legt er noch eine Schippe drauf:

„Der AfD beim Einzug in die Staatskanzlei zu helfen, wäre ein historischer Sündenfall.“

Radtke erinnert an düstere Kapitel deutscher Geschichte: „Bürgerlich-christliche Parteien haben sich in Deutschland schon einmal historisch versündigt, weil sie der falschen Partei an die Macht geholfen haben. So etwas darf sich nie wiederholen.“

Sein Horrorszenario: „Ansonsten werden wir nach den Wahlen in Ostdeutschland 2026 alle in einem anderen Land leben.“

Einen Rechtskurs lehnt Radtke knallhart ab – und verweist dabei auf Zahlen der Konrad-Adenauer-Stiftung: „Das durchschnittliche CDU-Mitglied steht weiter rechts als der durchschnittliche CDU-Wähler. Und der durchschnittliche CDU-Funktionär steht noch mal weiter rechts als das durchschnittliche Parteimitglied.“

Seine klare Botschaft an die Parteispitze: „Wir sollten Politik für die Wählerinnen und Wähler machen, nicht für die Funktionärselite.“

► Auch die Ampel bekommt ihr Fett weg. Die Lage vieler Familien sei dramatisch: „In immer mehr Familien arbeiten beide Elternteile und kommen trotzdem nicht über die Runden, weil die Mieten unbezahlbar werden, weil Eigentum zur Illusion wird und Energie- wie Lebensmittelkosten durch die Decke gehen.“

Sein Vorwurf: „Ich sehe nicht, dass die Bundesregierung diese Fragen klar adressiert.“

Lösungen? Nur Streit! „Stattdessen ringen Union und SPD seit einem halben Jahr um eine Bürgergeldreform und zerlegen sich beim Thema Rente.“

NRW als Vorbild

In Nordrhein-Westfalen laufe es aus Radtkes Sicht deutlich besser. Dort hätten gute Umfragewerte einen klaren Ursprung: Sie hätten viel mit Ministerpräsident Hendrik Wüst zu tun – „und mit dem geräuscharmen Regieren der schwarz-grünen Koalition in Düsseldorf, wo Probleme intern diskutiert und abgeräumt werden“.

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