Cola könnte teurer werden: Schleswig-Holstein will die Zuckersteuer | Politik

17.10.2025 - Cuma 15:29

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Kiel – Werden Softdrinks bald teurer?

Schleswig-Holstein will sich für die bundesweite Einführung einer Zuckersteuer einsetzen. Das hat das Landesparlament mit der Zustimmung zu einem Antrag der Regierungsfraktionen von CDU und Grünen am Freitag beschlossen.

Ziel ist in einem ersten Aufschlag Steuern auf Getränke (z.B. Cola, Energydrinks), um vor allem die Gesundheit von Kindern und Jugendlichen besser zu schützen.

Kerstin von der Decken (56), Ministerin für Justiz und Gesundheit, sitzt neben Daniel Günther (52), Ministerpräsident von Schleswig-Holstein

Kerstin von der Decken (56), Ministerin für Justiz und Gesundheit, sitzt neben Daniel Günther (52), Ministerpräsident von Schleswig-Holstein

Foto: picture alliance/dpa

„Es geht nicht darum, die Produkte teurer zu machen. Sondern der Hersteller soll den Zuckergehalt senken“, sagte Schleswig-Holsteins Gesundheitsministerin Kerstin von der Decken (CDU) zu BILD.

Doch ob die Hersteller eine mögliche Preiserhöhung an den Kunden weitergeben, ist noch offen.

Steuer nach britischem Vorbild

So könnte es gehen: Eine Abgabe oder sogar Steuer könnte nach britischem Vorbild an die Zuckermenge pro Produkt gekoppelt werden. Auf der Insel ist die magische Grenze 5 Gramm Zucker auf 100 Milliliter. Dann werden pro 100 Milliliter 18 Pence fällig (etwa 21 Cent pro Liter). Werden 8 Gramm überschritten, sind es sogar 24 Pence (etwa 28 Cent pro Liter).

Die Hoffnung: Unternehmen wollen nicht zahlen und nicht die Preise erhöhen, ändern dafür die Produktzusammensetzung bei Cola, Spezi & Co.

Von der Decken verweist auf die Briten: „In der Folge hat sich die Zuckeraufnahme aus Softdrinks, insbesondere bei Minderjährigen, halbiert. Auch die absolute tägliche Zuckeraufnahme aus der gesamten Ernährung sank bei Kindern signifikant.“

Wie Schleswig-Holstein die Steuer durchsetzen will, ist noch nicht entschieden. Im Raum steht der Weg über eine Bundesratsinitiative oder z.B. der Weg über die Gesundheitsminister (GMK).

Cornelia Schmachtenberg, Sprecherin für Kinder und Jugend in der CDU-Fraktion: „25 Prozent der Kinder und Jugendlichen sind übergewichtig, und wer als Kind übergewichtig ist, bleibt es meist auch im Erwachsenenalter. Das kann das Knochenwachstum und den Hormonhaushalt beeinträchtigen und erhöht das Risiko für Diabetes Typ 2 und Herz-Kreislauf-Erkrankungen.“

Die Fraktionen haben hochrangige Unterstützung: Bundesbildungsministerin Karin Prien (60) ist große Verfechterin der Initiative.

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