Das Haus von Massenmörder Rudolf Höß soll zum Forschungszentrum werden | Politik

29.01.2025 - Çarşamba 04:15

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In diesem Haus wohnte drei Jahre lang das personifizierte Böse …

Am 27. Januar jährt sich zum 80. Mal die Befreiung des deutschen Konzentrationslagers Auschwitz in Polen durch die Rote Armee. Seither war das Wohnhaus von Lager-Kommandant Rudolf Höß geschlossen, bald soll es für Besucher geöffnet werden.

Das Gebäude wurde von einer amerikanischen Nichtregierungsorganisation gekauft und soll in ein Forschungszentrum werden, berichtet die „New York Times“.

Das Haus hatte durch den Film „The Zone of Interest“ Aufmerksamkeit erregt. Der Film von 2023 zeigt das „normale Leben“ der Familie Höß im Schatten des Vernichtungslagers zwischen 1941 und 1944.

Der Trailer zur Oscar-Nominierung: THE ZONE OF INTEREST 

Quelle: Leonine08.03.2024

Die Besitzerin des Hauses verkaufte es, nachdem Neugierige nach der Veröffentlichung des Films begannen, durch die Fenster zu schauen. Der Verkauf wurde im Oktober abgeschlossen. Der Preis blieb geheim, soll aber laut „New York Times“ bei etwas mehr als 120.000 US-Dollar (rund 116.000 Euro) liegen.

Die Neugestaltung des Hauses übernimmt der bekannte US-Architekt Daniel Libeskind (78). Er will das Innere des Gebäudes in „eine Leere, einen Abgrund“ verwandeln, um die Grausamkeiten, die mit diesem Ort verbunden sind, zu symbolisieren.

Höß-Ehefrau Hedwig und die vier ältesten Kinder spielen im eigenen Schwimmbecken im Garten. Das Stammlager von Auschwitz mit Wachtürmen und Stacheldrahtzäunen ist keine 200 Meter entfernt, direkt auf der anderen Seite der Mauer

Höß-Ehefrau Hedwig und die vier ältesten Kinder spielen im eigenen Schwimmbecken im Garten. Das Stammlager von Auschwitz mit Wachtürmen und Stacheldrahtzäunen ist keine 200 Meter entfernt, direkt auf der anderen Seite der Mauer

Foto: privat

Im Haus fand man noch die blau-weiß gestreifte Hose von einem Häftling

Laut der polnischen Nachrichtenagentur PAP wurden alle nach dem Krieg hinzugefügten Elemente, etwa Teppiche, entfernt, um das Gebäude in den Zustand zurückzuversetzen, in dem es von der Familie Höss bewohnt worden war.

Im Haus fand man noch Zeitungen aus der Nazi-Zeit und – besonders gruselig – die gestreifte Hose eines Häftlings (am rechten Rand des Fotos zu erkennen)

Im Haus fand man noch Zeitungen aus der Nazi-Zeit und – besonders gruselig – die gestreifte Hose eines Häftlings (am rechten Rand des Fotos zu erkennen)

Foto: MACIEK NABRDALIK/The New York Times/Redux/laif

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