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Debatte in den USA eskaliert: Aufgepeitschtes Amerika | Politik
16.07.2024 - Salı 20:20
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Nur Stunden nach dem Attentatsversuch des Sniper Thomas Matthew Crooks (†20) gegen White-House-Kandidaten Donald Trump (78) diskutiert die USA gewohnt giftig die Schuldfrage – auch wenn das genaue Motiv des jungen Fanatikers noch unklar ist.
Exemplarisch für die gegenseitigen Anschuldigungen in der politisch so polarisierten Nation war ein heftiger Schlagabtausch im CNN-Studio – als Trump noch im Krankenhaus behandelt wurde.
Republikaner Scott Jennings (46) beklagt als Kommentator, dass man mit ständigen, fast apokalyptischen Warnungen vor Trump den Boden für politische Gewalt aufbereitet habe. Es hieße, so Jennings, bei einem Trump-Sieg würde „die Demokratie enden, unser ganzes Land, es sei die letzte Wahl, die wir jemals haben“.
Biden kämpfte wegen „Opa-Krise“ hart gegen Trump
Er kritisierte die „extreme Rhetorik“ rund um Trump. Und mahnte, dass ein solches Weltuntergangsgerede Konsequenzen habe. Moderator Wolf Blitzer (76) konterte: „Wir hören aber auch harte Verurteilung seitens Trump gegenüber Biden, den er als schlechtesten Präsidenten aller Zeiten, als gefährlichsten Präsidenten bezeichnet – auch das sind starke Worte!“ Jennings kontert: „Aber wer ist gerade im Krankenhaus?“
Die Debatte machte klar: Noch immer stehen sich die politischen Lager unversöhnlich gegenüber, auch wenn alle Politiker das Attentat scharf verurteilten und Trump eine schnelle Genesung wünschten.
Irritierend: Joe Biden starrt beim G7-Gipfel in Italien im Juni wie von Sinnen zur Seite
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Es stimmt: Biden hat gerade zuletzt versucht, mit besonders harten Bandagen gegen Trump seine „Opa-Krise“ zu kaschieren. 24 Stunden vor dem Attentat wütete er besonders hart gegen seinen Rivalen, verdammte ihn als „verurteilten Verbrecher“, verulkte ihn als „Betrüger“, als „Pleitier“. Und dann: „Trump ist eine Bedrohung für diese Nation!“
Radikalisierung hat USA an Rand des Abgrunds geführt
Trump selbst ist selten zimperlich, auch seine Rhetorik oft radikal. Medien sind da „Volksfeinde“, Migranten würden „das Blut der Nation“ vergiften. Die USA seien unter Bidens Führung zu einem Drittweltland verkommen, in US-Metropolen gebe es nur mehr Mord und Totschlag. Sein Tenor: Amerika droht unter Biden der Untergang.
[-->Klar ist: Die Radikalisierung hat die Vereinigten Staaten an den Rand des Abgrunds geführt – egal, was letztlich die Motive des Attentäters waren.
Hoffnungsschimmer im Amerika am „Tag danach“: Es gibt Versuche, die Temperatur im aufgeheizten Wahlkampf herunterzufahren. Team Biden ließ Angriffswerbungen gegen Trump von den Sendern nehmen.
Leibwächter werfen sich auf Trump, um ihn vor weiteren Kugeln zu beschützen
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Auch Biden selbst nannte seinen Rivalen bei einer TV-Ansprache persönlich bei seinem Vornamen „Donald“. Trump beließ es ebenfalls bei versöhnlichen und patriotischen Tönen: „In diesem Moment ist es wichtiger denn je, dass wir zusammenstehen und unseren wahren Charakter als Amerikaner zeigen, indem wir stark und entschlossen bleiben und nicht zulassen, dass das Böse gewinnt.“
Viele hoffen, dass die versöhnlichen Töne zwischen beiden Kandidaten bleiben. Aber das dürfte wohl nicht lange anhalten.
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