Deutschlandticket: Preiserhöhung auf 64 Euro? | Politik

17.09.2025 - Çarşamba 01:49

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Wird das Deutschlandticket schon wieder teurer? Am Donnerstag treffen sich die Verkehrsminister der Bundesländer in München. Einziger Tagesordnungspunkt: das Deutschlandticket und seine Finanzierung.

Seit 1. Januar kostet das Nahverkehrsticket 58 Euro. Das war die erste Preiserhöhung seit der Einführung als 49-Euro-Fahrkarte im Mai 2023.

Jetzt droht eine neue Anhebung: Nach BILD-Informationen werden 62 oder 64 Euro diskutiert. Die von der SPD geführten Länderministerien wollen den niedrigeren Preis, die unionsgeführten wären auch mit dem höheren einverstanden. Die Pole vertreten Bayern auf der einen Seite und das Saarland auf der anderen.

Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder soll Geldforderungen der Bundesländer für das Deutschlandticket erfüllen

Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (57, CDU) soll Geldforderungen der Bundesländer für das Deutschlandticket erfüllen

Foto: Leonie Asendorpf/dpa

Hintergrund ist fehlendes Geld. Die bislang zwischen Bundesregierung und Ländern vereinbarten drei Milliarden Euro Zuschuss pro Jahr an die Verkehrsbetriebe reichen nicht mehr aus. Die Bundesländer verlangen deshalb von Verkehrsminister Patrick Schnieder eine höhere Beteiligung. Ihr eigener 50-Prozent-Beitrag von 1,5 Milliarden Euro soll auf keinen Fall steigen.

Branche soll Preis regeln

Lydia Hüskens (60, SPD), Ministerin für Infrastruktur in Sachsen-Anhalt, sagt sogar: „Wir müssen raus aus der politischen Preisbildung. Wir sollten das System wieder üblichen Marktmechanismen zuführen. Bund und Länder bekennen sich weiter zu ihrem Beitrag von jeweils 1,5 Milliarden Euro. Der Endpreis sollte aber letztlich durch die Branche festgesetzt werden.“

Ohne mehr staatliche Mittel bleibt offenbar nur eine Lösung: höhere Beiträge für die Abonnenten des Deutschlandtickets.

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