DIESE Briefe nicht beantwortet: Scholz-Boykott gegen Afrika im Elefanten-Zoff | Politik

31.05.2024 - Cuma 04:54

[ad_1]

In Afrika wächst der Ärger über die Bundesregierung – weil wichtige Briefe nicht beantwortet werden!

Besonders unzufrieden: Botswanas Präsident Mokgweetsi Masisi (61). Er schrieb seit Jahresbeginn gleich zweimal an Kanzler Olaf Scholz (65, SPD).

Der Präsident kam im Zoff mit Umweltministerin Steffi Lemke (56, Grüne) um Jagdtrophäen und Elefanten (später entnervt angekündigt: Abschiebung von 20.000 zu uns) nicht weiter, schrieb dem Kanzler (15.3., liegt BILD vor). Von Scholz – bisher keine Antwort, klagt Botswanas Regierung in BILD.

Und auch einen weiteren Brief bedeutender Afrika-Staatschef ignorierte Scholz offenbar.

BILD erfuhr: Das Schreiben an „Seine Exzellenz“ („wichtige und dringende Angelegenheit“, 27.2.) haben gleich drei Präsidenten unterschrieben: neben Masisi (Botswana) auch João Lourenço (70, Angola) und Nangolo Mbumba (82, Namibia).

Der Brief von gleich drei Staatschefs ging an „Seine Exzellenz“ Kanzler Scholz, liegt BILD vor (hier Ausrisse)

Der Brief von gleich drei Staatschefs ging an „Seine Exzellenz“ Kanzler Scholz, liegt BILD vor (hier Ausrisse)

Foto: Privat

Die Präsidenten von Angola, Botswana und Namibia versichern dem Kanzler ihre „höchste Wertschätzung“, bitten um Austausch zu Fragen der Diamanten-Einfuhr, um Schaden für ihre Länder abzuwenden

Die Präsidenten von Angola, Botswana und Namibia versichern dem Kanzler ihre „höchste Wertschätzung“, bitten um Austausch zu Fragen der Diamanten-Einfuhr, um Schaden für ihre Länder abzuwenden

Foto: Privat

Ihr Ansinnen: den Kanzler auf „gravierende Konsequenzen“ einer Entscheidung der G7-Staaten (darunter Deutschland) hinzuweisen, dass Afrika-Diamanten künftig zusätzlich in Antwerpen zertifiziert werden sollen, statt nur in Botswana.

► Botschafter John-Thomas Dipowe (60): „Wir wurden nicht konsultiert.“ Doch die „wärmsten Grüße und besten Wünsche“ an den Kanzler samt Erklärungen liefen offenbar ins Leere.

Botswanas Botschafter John-Thomas Dipowe (60, r.) hat die unbeantworteten Briefe an Kanzler Scholz vor sich, erklärt sie dem BILD-Reporter Sebastian Geisler (l.)

Botswanas Botschafter John-Thomas Dipowe (60, r.) hat die unbeantworteten Briefe an Kanzler Scholz vor sich, erklärt sie dem BILD-Reporter Sebastian Geisler (l.)

Foto: Ralf Günther

Dipowe erklärt BILD in der Botschaft (Berlin) die Briefe, sagt über die Papiere gebeugt: „Bis jetzt hat Botswana keine Antwort.“ Der Diplomat: „Wir versuchen noch immer, mit der Regierung zu sprechen, verlieren die Hoffnung nicht.“

► Im Masisi-Schreiben zur Trophäenjagd (15.3.) weist dieser Deutschlands Position (Lemke will Einfuhr möglichst verbieten) „respektvoll“ zurück, lädt die Bundesregierung ein, sich selbst in Botswana ein Bild zu machen. Erfolglos. Längst macht das Wort vom Afrika-Boykott die Runde.

Das Kanzleramt zwischenzeitlich zu BILD: „Ein Schreiben von Präsident Masisi ist am 10.05. im Bundeskanzleramt eingegangen.“ Zur „vertraulichen Kommunikation mit anderen Staats- und Regierungschefs“ äußere man sich „grundsätzlich nicht“.

Botswanas Präsident Masisi schrieb Kanzler Scholz, bekam bis heute keine Antwort, klagt seine Regierung

Botswanas Präsident Masisi schrieb Kanzler Scholz, bekam bis heute keine Antwort, klagt seine Regierung

Auch ein Protestbrief direkt an die Umweltministerin blieb ohne Reaktion.

Am 1. März übermittelte Namibias Umweltminister Shifeta diesen Protestbrief an Amtskollegin Lemke

Am 1. März übermittelte Namibias Umweltminister Shifeta diesen Protestbrief an Amtskollegin Lemke

Foto: MINISTRY OF ENVIRONMENT, FORESTRY AND TOURISM

► Darin warf Namibia-Amtskollege Pohamba Shifeta (56) der Grünen „neokoloniale Einmischung“ vor. Lemke behauptet, sie spreche mit den Afrikanern „auf Augenhöhe“. Die Ex-Kolonie: verstimmt über die Ampel-Ignoranz. Shifeta zu BILD: „Auch ich habe noch keinerlei Antwort erhalten.“ Vize Heather Sibungo: „Es kam nicht mal eine Eingangsbestätigung.“

Nach wiederholter BILD-Anfrage teilte Lemkes Ministerium am Donnerstag mit: „Der Antwortbrief (...) wird heute versendet“ - rund zwei Monate später...

Afrika-Arroganz der Ampel. Wie kann das sein?

„Erinnere Regierung daran, dass auch wir Menschen sind“

Klar ist: FDP-Politiker hatten ihre Ampel-Partner eindringlich vor einem „diplomatischen Eklat“ (u.a. Karlheinz Busen) gewarnt. Vergebens. Botswana-Präsident Masisi sagte BILD Ende März gar: „Ich möchte – obwohl es gar nicht nötig sein sollte – die deutsche Regierung daran erinnern, dass auch wir Menschen sind.“ Eiszeit!

Afrika-Diplomat a.D. Volker Seitz (81) ist fassungslos über die „Nachlässigkeit“: „Dass in einer diplomatischen Krise die Bundesregierung auch noch Schreiben von Staatschefs und Ministern ignoriert, ist verheerend. Der Schaden für das Verhältnis mit Afrika ist enorm.“

Klaus Mack (51, CDU): „Eine Entschuldigung bei den Regierungen im Elefanten-Streit ist dringend geboten. Der Export grüner Ideologie nach Afrika muss ein Ende haben.“

[ad_2]
Apsny News

YORUM YAZ

Yorum Yazabilmek İçin Lütfen Giriş Yapın.