Diskussionsstoff: Kommt der Salary Cap bald auch in der DEL? | Sport

09.11.2024 - Cumartesi 12:39

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Der Transfer von Nationalspieler Justin Schütz von den Kölner Haien zu den Adlern aus Mannheim (BILD berichtete exklusiv) zur neuen Saison sorgte beim gerade stattfindenden Deutschland Cup in Landshut für reichlich Gesprächsstoff. Dreijahresvertrag bei einem Jahresgehalt von geschätzten 230.000 Euro netto für den Top-Stürmer, der 2018 von den Florida Panthers aus der NHL gedraftet wurde. Nicht schlecht!

Wo soll aber dieser Wettbewerb um die besten deutschen Spieler und die höchsten Gehälter noch hinführen? Ist es nicht an der Zeit eine Gehaltsobergrenze für alle Teams, einen sogenannten Salary-Cap in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) einzuführen?

Berlins Geschäftsführer Thomas Bothstede hält die Idee für relativ gut. Auf BILD-Anfrage meinte er dazu: „Die Liga sollte sich vielleicht einmal damit auseinandersetzen.“

DEL-Boss Gernot Tripcke hält dagegen: „Kartellrechtlich ist die Sache in Europa nicht zu realisieren.“

Kartellrechtlich? Da staunt der führende deutsche Sportrechtler Prof. Christoph Schickhardt (Ludwigsburg). Der Rechtsanwalt zu BILD: „Kartellrechtlich hat das mit der Sache nichts zu tun. Man hat ja noch nicht einmal den Versuch in diese Richtung unternommen. Was in den USA, in der NHL, seit Jahren erfolgreich praktiziert wird, sollte doch auch in Europa kein Problem sein. Ist aber der Wille für die Einführung eines Salary Caps überhaupt bei allen Klubs der Liga vorhanden?“

Wahrscheinlich nicht. Und daher wird das Wettrennen um die besten deutschen Spieler und die höchsten Gehälter auch in den nächsten Wochen und Monaten in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) weitergehen. Solange, bis ein Klub über seine Verhältnisse lebt und die Gehälter der Spieler nicht mehr zahlen kann. Die Folge wäre dann fatal für die ganze Liga und unser Eishockey. Bleibt zu hoffen, dass dieser Fall nicht eintreten wird.

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