Donald Trump begnadigte ihre Eltern: Wie Savannah die Trumps umgarnte | Politik

31.05.2025 - Cumartesi 19:05

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Erneut hat US-Präsident Donald Trump 26 Verurteilte begnadigt – darunter auch die Reality-Stars Julie und Todd Chrisley. Das Ehepaar war wegen schweren Finanzbetrugs und Steuerhinterziehung in Millionenhöhe zu langjährigen Haftstrafen verurteilt worden.

US-Medien, unter anderem die „New York Post“, decken jetzt auf, wie offenbar ihre Tochter, Savannah Chrisley, gezielt die Nähe von Donald Trump und seiner Familie suchte, um die Begnadigungen für ihre Eltern zu erreichen.

Reality-Stars auf Abwegen

Die Chrisleys wurden bekannt durch die Reality-TV-Serie „Chrisley Knows Best“ (10 Staffeln), in der sie sich als gutgelaunte, gläubige (und schwerreiche) Südstaatenfamilie inszenierten. Das Saubermann-Image endete, als Julie und Todd Chrisley im November 2022 ins Gefängnis kamen, verurteilt zu sieben und zwölf Jahren Haft. Es ging um Bankenbetrug und Steuerhinterziehung im Wert von 30 Millionen US-Dollar (26,5 Millionen Euro).

Tochter Savannah, die auf ihrem Instagram-Account (3 Mio. Follower) bis dahin hauptsächlich Werbung und Bikini-Bilder veröffentlicht hatte, wurde plötzlich politisch. Laut „New York Post“ outete sie sich kurz nach der Inhaftierung ihrer Eltern als Republikanerin und stellte sie als Opfer eines unfairen Justiz-Systems dar.

▶︎Außerdem soll sie sich gezielt an die Trump-Familie geklemmt haben. Im September 2023 war sie Gast im Podcast von Trumps Schwiegertochter Lara Trump (42), der Ehefrau von Trumps Sohn Eric (41).

Savannah Chrisley mit ihren Eltern Todd (heute 56) und Julie (heute 52) 2017 in Las Vegas

Savannah Chrisley mit ihren Eltern Todd (heute 56) und Julie (heute 52) 2017 in Las Vegas

Foto: Getty Images for ACM

Savannah Chrisley lenkte das Gespräch immer wieder auf ihre inhaftierten Eltern und schimpfte über ein angebliches korruptes US-Justizsystem, in dem „Spuren verwischt“ werden (Beweise führte sie nicht an).

▶︎Dass ihre Eltern rechtmäßig verurteilte Betrüger sind, erwähnte sie nicht. Sie seien aufgrund ihres Promi-Status ungerechtfertigt ins Visier genommen worden, so die junge Frau. Man habe sie vor Gericht als „die Trumps des Südens“ bezeichnet, um die Geschworenen negativ zu beeinflussen.

Alibi-Interesse oder echtes Engagement?

Nach dem Podcast sollen sich Savannah Chrisley und Lara Trump angefreundet haben. Die 26-Jährige zeigte sich auf Veranstaltungen der Republikaner im pinken „MAGA“-Look.

Savannah Chrisley spricht im Mai 2025 in Trump-Uniform vor dem US-Bundesgefängnis in Pensacola (Florida), in dem ihr Vater Todd zu dem Zeitpunkt inhaftiert ist

Savannah Chrisley spricht im Mai 2025 in Trump-Uniform vor dem US-Bundesgefängnis in Pensacola (Florida), in dem ihr Vater Todd zu dem Zeitpunkt inhaftiert war

Foto: Dan Anderson/AP/dpa

Sie hielt Reden über schlechte Haftbedingungen in den USA, tingele durch den Trump-nahen TV-Sender „Fox News“ und verbreitete Verschwörungstheorien über die Verurteilung ihrer Eltern, die angeblich durch Demokraten unterstützt worden sei. Kritiker glauben, dass das politische Interesse nur als Alibi diente, um an die Trumps heran- und ihre Eltern freizubekommen.

Savannah Chrisley vor dem Weißen Haus in Washington

Savannah Chrisley vor dem Weißen Haus in Washington

Foto: savannachrisley/Instagram

Doch bei den Trumps verfing ihre Strategie. Auch Donald Trump sah sich während seiner zahlreichen Prozesse als Justiz-Opfer. Als er wieder Präsident wurde, soll Savannah Chrisley ihn laut „New York Post“ zweimal im Weißen Haus besucht haben.

Im Dunstkreis der Trump-Familie

Savannah Chrisley hat vermutlich trotz der Verurteilung ihrer Eltern das Geld, um sich in der Nähe der Trumps aufzuhalten und bei ihrem Lifestyle mitzuhalten. Todd Chrisleys Vermögen wird noch immer auf 1,5 Millionen Dollar (1,3 Millionen Euro) geschätzt.

Savannah Chrisley mit ihrem Vater Todd nach seiner Freilassung am Donnerstag

Savannah Chrisley postete dieses Bild mit ihrem Vater Todd nach seiner Freilassung am Donnerstag

Foto: savannahchrisley/Instagram

Am 27. Mai hatten die Bemühungen schließlich Erfolg: Donald Trump begnadigt die Chrisleys – und rief Savannah Chrisley dafür persönlich an, teilte sogar ein Video des Telefonats in den sozialen Netzwerken. „Ich kenne sie nicht, aber grüßen Sie sie von mir“, sagte er ihr.

Für Trump-Kritiker hat sich anhand des Chrisley-Falls erneut bewiesen, was dem US-Präsidenten immer wieder vorgeworfen wird: Wer in Trumps Gunst steht, hat in den USA keinen Richterspruch zu fürchten.

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