Donald Trump: Will er mit dem Ukraine-Plan nur von Epstein ablenken? | Politik

24.11.2025 - Pazartesi 23:49

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Washington – Selten wirkte Donald Trump so unter Druck! Im Mega-Skandal um den Sexverbrecher Jeffrey Epstein musste der US-Präsident seinen Widerstand aufgeben – und die vom Kongress abgesegnete Initiative zur Freigabe aller Akten unterzeichnen. Anderenfalls hätte ihm eine Revolte innerhalb der eigenen Partei gedroht.

Nun wartet Amerika mit Spannung auf die Veröffentlichung der Dokumente, in denen allein der Name von Trump 1600 Mal vorkommen soll. Und mitten hinein in die Berichterstattung über die ersten geleakten Informationen platzt jetzt eine zweite News-Bombe: der 28-Punkte-Plan für die Ukraine. Zufall? Oder ein geschicktes Ablenkungsmanöver?

Fakt ist: Der Plan löste Entsetzen in Europa und vor allem beim ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj (47) aus. In dem Entwurf werden Kiew massive Zugeständnisse abverlangt (Gebietsabgabe, kein Nato-Beitritt, vage Sicherheitsgarantien etc.), gleichzeitig drückt Trump aufs Tempo – will schnell eine Reaktion von Selenskyj.

[-->Auch deshalb werden nicht nur in den USA inzwischen Stimmen laut, die hinter dem Zeitpunkt der Veröffentlichung des Plans ein klares Kalkül vermuten. Der ukrainische Außenpolitik-Experte Yurii Romaniuk erklärt in BILD, der Friedensplan solle wohl „die innenpolitische Lage in den USA überschatten – inklusive des Epstein-Falls“.

Experten über mögliche Ablenkungs-Taktik

Auch der amerikanische Politologe und Buchautor Jonathan Cristol bestätigt auf BILD-Nachfrage: „Das Ganze kommt verdächtig zeitnah zu den Epstein-Akten.“ ABER: Cristol glaubt, dass das militärische Aufrüsten in der Karibik und mögliche amerikanische Angriffe auf Venezuela der eigentliche mediale Befreiungsschlag aus dem Epstein-Morast sein könnten.

Von Links: Donald Trump, seine spätere Frau Melania. Sexverbrecher Jeffrey Epstein und seine Komplizin Ghislaine Maxwell bei einer Party

Von links: Donald Trump, seine spätere Frau Melania (55), Jeffrey Epstein (†66) und seine Komplizin Ghislaine Maxwell (63) bei einer Party im Jahr 2000

Foto: Getty Images<!-->

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Die Vermutung, dass Trump gezielt Harakiri-Politik betreibt, um von den eigenen Skandalen abzulenken, hatte auch der Daten-Forscher Andrew J. Peterson (Universität Poitiers): Peterson hat anhand der Beiträge des Präsidenten auf „Truth Social“ untersucht, ob dieser „gezielt ablenkende Kommunikation innerhalb ihres eigenen, ihm wohlgesinnten Medienökosystems“ nutzt, um seine „demokratische Rechenschaftspflicht“ zu untergraben.

Ergebnis: Während der Epstein-Enthüllungen gab es eine messbare Abweichung vom Standard in Trumps Kommunikationsmustern. Heißt: Die Social-Media-Eruptionen des Republikaners könnten tatsächlich kein Zufall sein – sondern wohlüberlegt.

Höhepunkt des Epstein-Skandals steht bevor

Doch ob die Strategie dieses Mal Erfolg hat? Fraglich. In Washington tickt die Uhr bis zum erwarteten Zenit des Epstein-Skandals. Das Justizministerium muss in weniger als 30 Tagen die geschätzten 100.000 Dokumente veröffentlichen. Zwar konnte Trump bislang kein Fehlverhalten nachgewiesen werden, dennoch droht ihm ein politisches Fiasko.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hielt eine Videoansprache an die Nation und warnte „vor schweren Zeiten“

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (47) hielt am Freitag eine Videoansprache an die Nation und bereitete die Nation auf „schwere Zeiten“ vor

Foto: AP<!-->

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Und zugleich wächst die Kritik an seinem Friedensplan. „Das ist vielleicht der schlechteste Vorschlag, den ein amerikanischer Präsident jemals zur Beendigung eines Konflikts in der modernen Geschichte vorgelegt hat“, sagt Cristol. Russland erhalte alles, was es wolle, die Ukraine bloß Sicherheitsgarantien, die sie schon seit 1994 hat – und die den Kreml-Herrscher Wladimir Putin (73) auch nicht vom Angriff 2022 abhielten.

Cristol hat nur eine Hoffnung: „Dass Trump seine Meinung zu diesem Plan so schnell ändert wie einige seiner früheren Positionen.“

„Furchtbar!“: Trump beleidigt Reporterin

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[-->Quelle: Reuters, AP20.11.2025

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