Drangsalierte er einen jüdischen Mitschüler?: Nazi-Eklat um Brexit-Erfinder Nigel Farage | Politik

27.11.2025 - Perşembe 19:48

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Er selbst nennt es „Spielplatz-Neckereien“. Aber die Vorwürfe gegen den britischen Politiker Nigel Farage sind alles andere als das: Im renommierten britischen „Guardian“ hat ein ehemaliger Mitschüler des Brexit-Politikers berichtet, Farage habe ihn in der Schulzeit mehrfach antisemitisch beleidigt. Über Jahre hinweg soll Farage den jüdischen Mitschüler damals drangsaliert haben mit Worten wie „Hitler hatte recht“, „Vergast sie“, „dummer Jude“, „Sieg Heil“.

Der Mann, der die Vorwürfe erhebt, heißt Peter Ettedgui (61). Er ist heute ein preisgekrönter Regisseur und Produzent. Farage weist alle Vorwürfe zurück. Er habe „niemals jemanden direkt rassistisch beleidigt“. Wörtlich sagte Farage: „Habe ich vor 50 Jahren Dinge gesagt, die man als harmloses Geplänkel auf dem Schulhof verstehen könnte, die man aber heute irgendwie anders interpretieren kann? Ja.“

Die Vorwürfe beziehen sich auf Farages Teenagerzeit bis zu seinem 18. Lebensjahr. Sie sollen sich in den späten 1970er- und frühen 1980er-Jahren am Privatinternat Dulwich College in London zugetragen haben. Er selbst sagte außerdem dazu, er habe sich in seinem Leben, in seiner Jugend, als er noch ein Kind war, wahrscheinlich schon einmal versprochen. Die Vorwürfe hätten „ein starkes politisches Element“. Sein Anwalt droht dem „Guardian“ mit „maximalen Schadenersatzansprüchen“.

Regisseur Peter Ettedgui (61, hier bei einer Filmpremiere in New York 2024)) führte unter anderem bei „Alexander McQueen“ Regie

Regisseur Peter Ettedgui (61, hier bei einer Filmpremiere in New York 2024) führte unter anderem bei „Alexander McQueen“ Regie

Foto: Warner Bros. Entertainment Inc. <!-->

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Er soll gesagt haben: „Ab in die Gaskammern“

Peter Ettedgui schildert die Vorfälle anders. Als er Farage viele Jahre nach der Schulzeit zufällig in einem YouTube-Video entdeckte, seien bei ihm alle Erinnerungen wieder hochgekommen:
„Als ich Farage sah, erstarrte mir das Blut in den Adern. Ich sah ihn nur noch vor mir, wie er als 13-Jähriger auf mich zukam und knurrte: ‚Hitler hatte recht‘ und andere widerliche Bemerkungen“, schildert er im „Guardian“. Ihm zufolge soll Farage zu ihm gesagt haben: „Ab in die Gaskammern!“ und „Vergast sie – ssssssssss“, wobei er mit dem lang gezogenen „s“ das Geräusch von austretendem Gas imitiert haben soll.

Peter Ettedgui sagt: „Das Verb triggern ist vielleicht überstrapaziert, aber es ist das einzige Wort, das mir einfällt, um die widerwärtigen Gefühle zu beschreiben, die ich in dem Moment empfand, als ich ihn wieder auf YouTube sah.“ Er sagte, Farages Worte hätten ihn „sehr getroffen“, weil seine Großeltern aus Nazi-Deutschland geflohen waren und ein Großteil der Familie im Holocaust umgekommen sei. Ettedgui: „Es war nicht das übliche, vage antisemitische Geplänkel, das man damals in den 1970er-Jahren auf dem Schulgelände vielleicht mal hörte. Es war viel schlimmer“, fügte er hinzu.

Das privat Internat Dulwich College in London

Das Privatinternat Dulwich College in London

Foto: Getty Images<!-->

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Nach dem Artikel meldeten sich laut „Guardian“ mehr als ein Dutzend ehemalige Mitschüler von Farage und Ettedgui bei der Zeitung. Sie bestätigten die Aussagen des Regisseurs, sagten, Farages Aussagen seien „gezielt, hartnäckig und bösartig“ gewesen.

Auf die Frage des „Guardian“, wie er sich angesichts der viele Jahrzehnte zurückliegenden Ereignisse so sicher sein könne, dass seine Erinnerung korrekt sei, antwortete Ettedgui: „Ich denke, jeder, der Missbrauch erleidet, wird davon sein Leben lang geprägt sein. Und ich trage diese Erinnerung sehr, sehr stark in mir.“

Lehrerin: Er sang Lieder aus der Hitlerjugend

Die Vorwürfe gegen Farage sind nicht neu. Schon 2013 veröffentlichte „Channel 4“ den Brief einer Lehrerin von 1981, in dem sie sich gegen Farages Ernennung zum Schulsprecher ausspricht. In dem Brief werden die Aussagen mehrerer Lehrer des Internats wiedergegeben: Farage sei ein „Rassist“ und „Faschist“, habe einmal abends Lieder der Hitlerjugend gesungen. Farage wies die Vorwürfe zurück, sagte, er kenne solche Lieder nicht. Auch Beleidigungen eines Mitschülers werden in dem Brief thematisiert.

Farages Partei ( „Reform UK“) führt aktuell die Umfragen an. Er soll den Sitz des Premierministers bei der Wahl 2029 im Auge haben.

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