Drohnen-Alarm in Dänemark: Militärbasis Karup betroffen | Politik

27.09.2025 - Cumartesi 10:39

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Kopenhagen – Wieder Drohnen-Alarm in Dänemark! Die Behörden meldeten am Freitagabend einen Vorfall über dem größten Militärstützpunkt des Landes.

Demnach kreisten stundenlang zwei unbekannte Drohnen über der Basis Karup, bestätigte ein Polizeisprecher der Nachrichtenagentur AFP. Woher die Flugkörper kamen, ist unklar – Regierungsvertreter sprachen bereits von einem möglichen „hybriden Angriff‘.

Der Luftraum musste zeitweise für den zivilen Flugverkehr gesperrt werden, schreibt die Zeitung „Jyllands Posten“. Erst am Samstagmorgen informierten die Behörden die Öffentlichkeit – zunächst über den Sender „TV Midtvest“.

Die Polizei spricht von einer „Operation“, weil die Drohnen sowohl innerhalb als auch außerhalb des Flugplatzes unterwegs gewesen seien. Bei der Untersuchung des Vorfalls arbeite man mit der Armee zusammen, die ebenfalls im Einsatz sei. Ob die Drohnen aufgespürt wurden, ist bislang unklar. „Wir haben sie nicht abgeschossen“, sagte der Polizeisprecher.

Russen-Jets im Nato-Luftraum: Das Protokoll für den Abschuss

Quelle: BILD

Der diensthabende Offizier Simon Skelkjær sagte laut „Jyllands Posten“: „Wir sind an Hinweisen von Personen interessiert, die am Freitagabend nach Einbruch der Dunkelheit in der Nähe des Flugplatzes etwas beobachtet haben.“

Derweil berichtet die dänische Zeitung „Ekstra Bladet“, dass eine Verbindungsstraße nahe der Stadt Nørresundby von der Polizei gesperrt wurde. Ob eine Verbindung zu den Drohnen-Sichtungen besteht, ist nicht bekannt.

Drohnen-Alarm auch in Norwegen

Am Samstagmorgen gab es zudem auf dem norwegischen Luftwaffenstützpunkt Ørland in Trøndelag einen möglichen Drohnen-Alarm, berichtet der Sender NRK. Die Polizei bestätigte, dass sie den Bericht ernst nehme und Ermittlungen eingeleitet habe.

Auch am norwegischen Luftwaffenstützpunkt Ørland sollen Drohnen gesichtet worden sein

Auch am norwegischen Luftwaffenstützpunkt Ørland sollen Drohnen gesichtet worden sein

Foto: picture alliance / NTB

Laut lokalen Medien soll das Militär selbst gegen 6 Uhr morgens die Beobachtung gemeldet haben. „Die Polizei nimmt die Meldung ernst und hat eine Untersuchung eingeleitet“, heißt es im Polizeibericht. Der Luftwaffenstützpunkt Ørland ist unter anderem Hauptbasis für Norwegens F-35-Kampfjets. Laut Brynjar Stordal, Sprecher des operativen Hauptquartiers der Streitkräfte, hat das Wachpersonal der Basis mindestens zwei verdächtige Beobachtungen gemacht.

Norwegischer Geheimdienst ermittelt

Die verdächtigen Beobachtungen hätten sich über einen längeren Zeitraum hingezogen, erklärte Stordal gegenüber der norwegischen Nachrichtenagentur „NTB“. Der Stützpunkt verfüge über umfangreiche Überwachungssysteme, betonte er. Seinen Angaben zufolge sei der Flugbetrieb nicht beeinträchtigt. Auch der norwegische Geheimdienst PST sei in die Ermittlungen eingebunden.

▶︎ Erst kürzlich hatte in der Region eine NATO-Übung mit 450 Teilnehmern aus 16 Ländern stattgefunden. Polizei und Militär verweisen darauf, dass derzeit vermehrt Hinweise auf Drohnen-Aktivitäten eingehen.

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