Dynamo Dresden: Brisante Vertragsdetails in der Trainerfrage | Sport

11.11.2025 - Salı 19:24

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Der Sportchef ist weg, aber wie sicher ist der Trainer bei Dynamo Dresden noch?

Nachdem der Aufstieg in die 2. Bundesliga aktuell bei neun Spielen ohne Sieg nur wie ein Betriebsausflug wirkt, ist die Frage, ob nach dem Aus von Thomas Brendel (49) die von ihm ausgestellte Job-Garantie für Coach Thomas Stamm (42) noch einen Wert im Klub hat.

BILD weiß: Zumindest vorerst ja. Auch, weil es durch die Verlängerung von Stamm kurz vor Saisonbeginn interessante Details seines Vertrages gibt.

Nach BILD-Informationen gilt das Arbeitspapier des Schweizers nämlich auch im Fall des Abstiegs für die 3. Liga – und ist sogar bis 2028 datiert.

Heißt: Dynamos Geschäftsführung weitete den Kontrakt gleich um zwei Spielzeiten ligaunabhängig aus – ohne zu Wissen, ob Stamm es mit der Mannschaft in der 2. Liga schafft. Der Aufsichtsrat segnete die Entscheidung ab.

Dies ist nun ein großes finanzielles Risiko, weil es eine Trainer-Entlassung richtig teuer machen würde. Noch dazu, wenn man bedenkt, dass auch die Ex-Geschäftsführer Thomas Brendel und David Fischer bis Saisonende noch auf der Gehaltsliste des Zweitligisten stehen werden. Die ausstehenden Zahlungen könnten so schnell in die Höhe schießen.

Manuel Klökler (li.) bekam vor kurzem einen neuen Vertrag bis 2028 - wie Stamm zuvor. Heiko Scholz hat noch kein neues Arbeitspapier.

Manuel Klökler (li.) bekam vor kurzem einen neuen Vertrag bis 2028 - wie Stamm zuvor. Heiko Scholz (r.) hat noch kein neues Arbeitspapier.

Foto: Olaf Rentsch

Wichtig: Auch die Verträge mit Stamms Assistenten Manuel Klökler (51) und Valentin Vochatzer (30) hat die SGD nachträglich im Herbst klammheimlich bis 2028 verlängert. Sie würden aber ohne Stamm garantiert nicht bleiben.

Fakt ist, dass der Cheftrainer darum erstmal noch relativ fest im Sattel sitzen dürfte. Was Finanz-Geschäftsführer Stephan Zimmermann, dessen Vertrag laut Medienberichten inzwischen ebenfalls verlängert wurde, prompt bestätigte. Indem er die Job-Garantie für Stamm gleich nochmal erneuerte: „Wir stehen als Verein zu Hundert Prozent hinter der Mannschaft und dem Trainerteam inklusive Thomas Stamm. Wir sind nach wie vor davon überzeugt, dass wir mit ihm unsere Ziele erreichen.“

Dynamo braucht wieder einen starken Sportdirektor

Allerdings muss Thomas Stamm sich selbst eingestehen, dass er für die Fehleinschätzung des Kaders eine erhebliche Mitschuld trägt. Und der Verein muss jetzt sicherstellen, dass fortan die Verpflichtung von Spielern wieder in der Hand eines starken Sportdirektors liegt. Der neue Mann sollte nicht unter oder für den Coach arbeiten, sondern sein Wort bei allen wesentlichen Entscheidungen über dem des Trainers stehen.

Thomas Brendel ist Sonntag von Dynamo gefeuert worden, konnte sich intern oft nicht durchsetzen.

Thomas Brendel ist Sonntag von Dynamo freigestellt worden

Foto: picture alliance/dpa

So wie es auch bei fast allen Erst- und Zweitligisten ist. Dynamo Dresden macht gern vieles anders, aber wie wäre es denn damit, in der Tabelle im Bundesliga-Unterhaus mal wieder anders dazustehen? In den letzten zwei Zweitliga-Saisons 2019/2020 und 2021/2022 stieg der Ostklub sang- und klanglos ab.

Jetzt scheinen die Schwarz-Gelben das dritte Mal in Folge in dieser Spielklasse auf einem der letzten drei Plätze abzuschließen. Zumindest, wenn man so weitermacht wie bisher. Dann dürfte es für Stamm bei weiteren Niederlagen trotzdem irgendwann eng werden. Arbeitspapier hin oder her...

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