Dynamo Dresden: Hier ist der Aufsteiger jetzt schon Letzter | Sport

01.06.2025 - Pazar 08:27

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Schon bevor Dynamo Dresden in der 2. Liga überhaupt los legt, ist der Aufsteiger Letzter – beim TV-Geld. Was das für den Kultklub bedeutet.

Während Top-Teams wie Hertha, Schalke oder Düsseldorf in der kommenden Saison zwischen 19 und 14 Millionen Euro von der DFL überwiesen bekommen, muss sich Dresden mit gerade mal rund 7,3 Mio. Euro begnügen.

Das ist zwar ein Riesen-Sprung im Vergleich zur Aufstiegssaison, denn in der 3. Liga schüttet der DFB nur rund eine Million pro Klub aus. Trotzdem bleibt im Vergleich zur Konkurrenz ein klarer Wettbewerbs-Nachteil.

Grund: Für die Berechnung des TV-Geldes gilt ein Fünfjahresplan. Der hat nichts mit dem aus der DDR-Planwirtschaft zu tun. Sondern berücksichtigt die Platzierungen der einzelnen Teams in den zurückliegenden fünf Spielzeiten.

Anders gesagt: Je besser die Endplatzierung, um so mehr Kohle gibt´s. Weil Dynamo in drei der letzten fünf Jahre nur in Liga drei feststeckte, steht man jetzt erstmal auf Platz 18. Deutlich hinter Mit-Aufsteiger Bielefeld. Weil die Arminia nur zwei Jahre drittklassig war und von 2020 bis 2022 sogar in der Bundesliga kickte.

Die Bielefelder haben sogar noch einen zweiten Riesen-Vorteil im Vergleich zur SGD: Durch den Triumphzug bis ins DFB-Pokal-Finale wurden zusätzlich rund zehn Millionen Euro in die Vereinskassen gespült.

Um in der 2. Liga sportlich zu überleben, muss Dynamo mutig sein und auch Eigenkapital in die Hand nehmen

Um in der 2. Liga sportlich zu überleben, muss Dynamo mutig sein und auch Eigenkapital in die Hand nehmen

Foto: Monika Skolimowska/dpa

Dynamo steht also vor einer hammerharten Herausforderung: Um zukünftig mehr Geld aus dem TV-Topf abzuschöpfen, muss der Verein in den kommenden Jahren möglichst weit oben in der Zweitliga-Tabelle landen – und das mit den geringsten finanziellen Zuwendungen. Das wird es in der nächsten Saison schon schwer genug machen, überhaupt die Klasse zu halten.

Wie trotzdem eine konkurrenzfähige Mannschaft zusammengestellt werden soll, erklärte Sportchef Thomas Brendel kürzlich im Dynamo-Podcast: „Wir müssen die Spieler mit unseren Reizen wie Stadion, Fans, Trainingszentrum und Stadt überzeugen. Und wir müssen uns mit Spielern verstärken, die uns nicht nur nächste Saison helfen, sondern auch übernächste noch da sind.“

Keine leichte Aufgabe: Dynamo-Sportchef Thomas Brendel muss mit seinem Team einen konkurrenzfähigen Zweitliga-Kader zusammenstellen

Keine leichte Aufgabe: Dynamo-Sportchef Thomas Brendel muss mit seinem Team einen konkurrenzfähigen Zweitliga-Kader zusammenstellen

Foto: PICTURE POINT

Auch Transfererlöse werden dabei verstärkt eine Rolle spielen, um das finanzielle Ungleichgewicht zumindest etwas auszugleichen. „Das sind nun einmal junge, talentierte Spieler, die uns vielleicht nicht im ersten Jahr helfen, aber im zweiten. Wir müssen dabei nach Spielern schauen, die bei anderen nicht ganz so im Fokus sind“, so Brendel.

Aus den Fehlern der Vergangenheit lernen

Um aber an solche Spieler erstmal ranzukommen, muss Dynamo jetzt sofort Geld in die Hand nehmen. Dabei braucht es auch zwingend einen gewissen Mut zum Risiko: Will man das so wichtige erste Zweitliga-Jahr sportlich überstehen, muss der Etat fürs Profi-Team durch Eigenkapital aufgestockt werden.

Unbestritten ist, dass die Belastungen etwa durch die steigende Stadion-Miete, die Sanierung der VIP-Räume oder den im Raum stehenden Fanshop-Rückkauf für den Verein enorm sind. Und trotzdem wäre es ein fataler Fehler, deshalb im sportlichen Bereich zu sparen. Diese Erfahrung musste Dynamo Dresden bei den letzten beiden Zweitliga-Abstiegen schmerzlich machen. Und hat hoffentlich daraus gelernt!

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