Eishockey: DEL-Knaller! Wunder-Trainer trifft Meister-Ex | Sport

15.09.2025 - Pazartesi 02:48

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Sächsisch-Schwedisches Eishockey-Märchen in der DEL!

Wenn die Dresdner Eislöwen am Sonntag (14 Uhr) erstmals auf heimischem Eis in Deutschlands bester Liga antreten, kommt es für ihren Cheftrainer Niklas Sundblad (52) zu einem besonderen Wiedersehen. Denn der Gegner ist ausgerechnet der ERC Ingolstadt, mit dem der Schwede 2014 einen sensationellen Meistertitel errang.

Sundblad macht keinen Hehl daraus: „Ingolstadt ist für mich immer ein spezielles Spiel. Genauso für Travis Turnbull, der damals mit mir dabei war.“

Ihr gemeinsamer DEL-Triumph mit den Oberbayern gilt als irrster als Zeiten!

Nach der Schlusssirene in Köln 2014 fallen sich Travis Turnbull und Niklas Sundblad (beide vorn) in die Arme.

Nach der Schlusssirene in Köln 2014 fallen sich Travis Turnbull und Niklas Sundblad (beide vorn) in die Arme.

Foto: picture alliance / Mika

Nach der Hauptrunde war Ingolstadt nur Neunter.

„Ich bin immer noch stolz darauf. 14 Spiele zu gewinnen, über die Pre-Playoffs zu gehen - das hat, glaube ich, keine andere Mannschaft in Deutschland jemals geschafft. Später, wenn ich eines Tages zurückschaue, wird es wohl genauso wie die Zweitliga-Meisterschaft mit Dresden eine der verrücktesten Eishockey-Reisen bleiben“, meint Sundblad.

Wie dieses Frühjahr mit den Eislöwen konnte der Skandinavier erst nach dem siebten und letztmöglichen Finalspiel - dazu jeweils auswärts - jubeln.

Noch heute kann Sundblad die Erfolgsstory von 2014 im Schlaf nacherzählen. „Wir hatten ein etwas zu langes Tief von Ende Dezember bis Ende Januar“, erinnert sich der Coach. Satte zehn Niederlagen in zwölf Spielen setzte es in der Phase.

Unheimliche Parallelen zum Dresden-Aufstieg

Der Knackpunkt war der Overtime-Sieg in den Pre-Playoffs bei den Eisbären Berlin. „Damals haben wir gesehen, wie gut wir sein können. Krefeld putzten wir dann im Viertelfinale zack-zack weg.“

Vorrunden-Sieger Hamburg wurde im Halbfinale trotz deren Heimrekord in sechs Spielen weggehauen. Sundblad gibt aber zu: „Gegen die Kölner Haie im Finale lagen wir 2:0 in der Serie hinten und ich war froh, wenn wir ein Spiel gewinnen.“ Sein Team drehte es zum 3:2.

Fast ähnlich lief es mit den Dresdner Eislöwen auf dem Weg in die DEL. Nach einem Leistungsloch im Februar schmissen die Sachsen als Hauptrunden-Vierter in den Halbfinals den Ersten Kassel (4:2) raus.

Auch da ging das sechste Endspiel gegen Ravensburg zuhause flöten, dafür gab's in der Fremde die Titel-Ekstase. „In beiden Fällen war es ein super Mannschaftsgefüge. In Ingolstadt hatte ich mit Goalie Timo Pielmeier zum Beispiel einen Gamer, der ein großes Charisma in der Kabine hatte“, sagt er.

Sundblad mit dem Meisterpokal der DEL2 nach dem Triumph 2025 mit Dresden.

Sundblad mit dem Meisterpokal der DEL2 nach dem Triumph 2025 mit Dresden.

Foto: Felix Kästle/dpa

Fakt: Sundblad liegt scheinbar die Außenseiterrolle. Anders als bei seinen Stationen mit Titelfavoriten wie Köln lief es dort für ihn besser.

Entscheidend: Er kann Spieler für schwere Aufgaben begeistern. Sundblad: „Ich probiere immer, gute Laune reinzubringen ins Stadion. Mit den Jungs zu arbeiten, macht mir Spaß. Ich versuche, ich selbst und positiv zu sein. Vielleicht könnte das der große Grund sein.“

Jetzt kommt es für den Wunder-Trainer zum Wiedersehen mit dem meisterhaften Ex-Klub!

Sundblad ist mal wieder Underdog. „Ingolstadt hat mit Stürmer Wayne Simpson und Verteidiger Fabio Wagner, der nach München ging, auch zwei wichtige Leute verloren. Dafür waren sie in der Champions Hockey League zuletzt gut drauf“, meint er.

Sundblads Plan für den ersten DEL-Sieg

Sein Plan, wie es nach der 2:6-Pleite im Eröffnungsspiel in Berlin zu den ersten Punkten reichen soll?

„Wir hatten viele Probleme in unserer eigenen Zone. Die Eisbären haben aus diesen Situationen vier bis fünf Tore geschossen. Die Mannschaften sind besser, schneller, stärker. Wir müssen sie mehr nach außen abdrängen, in die Ecken gehen und sie dort festmachen“, lautet seine Marschroute.

Ingolstadt soll also nicht um, sondern in die Ecke gebracht werden. Und am besten am Plexiglas kleben!

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