Eishockey: Wen Ex-Star Hoffmann im Kampf um die DEL vorn sieht | Sport

26.03.2025 - Çarşamba 04:59

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Er kennt sich aus im deutschen Eishockey-Unterhaus, hat als Spieler und Trainer schon so einiges erlebt: In BILD schätzt Robert Hoffmann (48) vorm Start der Playoff-Halbfinals der DEL2 am Freitag die Chancen der vier Teams ein.

„Kassel gegen Dresden ist für mich fast schon so was wie ein vorweggenommenes Finale“, sagt der frühere Knallhart-Verteidiger (u.a. Lausitzer Füchse, Dresdner Eislöwen, Wölfe Freiburg, Saale Bulls Halle).

Hoffmann weiter: „Die Huskies haben sich die Hauptrunden-Meisterschaft geholt. Dass Dresden da zum Schluss etwas geschwächelt hat, lag für mich auch daran, dass sie die Playoffs sicher hatten.“

Der gebürtige Weißwasseraner, der als Trainer bzw Co-Trainer schon bei den Lausitzer Füchsen, in Dresden, Landshut, Freiburg und zuletzt Erfurt an der Bande stand, ist überzeugt: „Dresden hat die Mannschaft mit der größten Erfahrung und der meisten Qualität. Kassel hat natürlich auch einen Top-Kader, aber insgesamt sind die Eislöwen da einen Schritt voraus.“

Worauf wird es in der Serie Best of Seven (vier Siege nötig) ankommen? „Ein entscheidender Punkt sind die Special Teams“, glaubt Hoffmann. „Und dann wird ganz wichtig sein, ob die Top-Guys gesund durchkommen. Auf Leute wie David Wolf und Tristan Keck bei Kassel oder Dane Fox, Travis Turnbull und Simon Karlsson bei den Eislöwen wird es ankommen.“

Dresden gegen Kassel – für viele ein vorweg genommenes DEL2-Finale

Dresden gegen Kassel – für viele ein vorweg genommenes DEL2-Finale

Foto: picture alliance / Eibner-Pressefoto

Im zweiten Duell sieht Hoffmann, der lieber heute als morgen wieder als Coach arbeiten würde und auf neue, spannende Angebote wartet, einen entscheidenden Pluspunkt für Ravensburg gegen Krefeld: „Man hat das Gefühl, dass sie ohne Aufstiegsdruck befreiter aufspielen. Die Mannschaft hat ohnehin absolute Klasse, wirkt in sich sehr gefestigt. Weil viele schon lange da sind.“

Der DEL2-Meister von 2023 hat als einziger Halbfinalist keine Lizenz für die DEL beantragt. Trotzdem hat der beliebte Ex-Profi, den alle nur „Hoffi“ nennen, eine klare Meinung zum Thema: „Mir wäre es am liebsten, wenn eins der aufstiegsberechtigten Teams die Meisterschaft holt. Denn das bringt eine gewisse Würze ins Eishockey.“

„Sundblad weiß, wie Aufstieg geht“

Wie entscheidend sind für ihn im Aufstiegskampf seine Trainer-Kollegen? „Im Grunde weiß jeder von ihnen, was zu tun ist, um Meisterschaften gewinnen. Aber nicht jeder hat es selbst schon geschafft.“ So wie Dresdens Niklas Sundblad, der 2014 mit Ingolstadt DEL-Champion wurde.

„Das ist schon ein Vorteil für ihn. Wobei Krefelds Coach Thomas Popiesch vergangenes Jahr mit Bremerhaven ins Finale der DEL eingezogen ist, auch das ist eine große Leistung“, so Hoffmann.

Auf welches Finale setzt der Eishockey-Experte? „Rein emotional wünsche ich mir mit meiner Eislöwen-Vergangenheit, dass sie ins Finale kommen“, gesteht Hoffmann, dessen Sohn Anton bis vor Kurzem selber noch im 1b-Team der Dresdner spielte. „Wenn sie dann auch noch auf meinen ehemaligen Trainer Thomas Popiesch und seine Krefelder treffen würden, wäre das schon sehr geil...“

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