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Empörung über WDR-Luxus: „Ein Schlag ins Gesicht der Gebührenzahler“ | Politik
29.07.2024 - Pazartesi 19:15
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Riesige Empörung über den WDR: Zur Ausschreibung horrend teurer Luxus-Möbel hagelt es jetzt auch Kritik aus Rundfunkrat und NRW-Landtag.
► Der WDR sucht per Ausschreibung 2700 Möbelstücke für sein Filmhaus in Köln, das momentan für 240 Millionen Euro saniert wird. Auf der 60 Seiten umfassenden Liste findet sich auch edelste Designer-Ware, darunter 36 Lounge-Sessel von „Fredericia“. Listenpreis für einen einzigen: 4499 Euro!
Vom Designer-Stuhl „The Spanish Chair“(4499 Euro) wünscht sich der WDR 36 Stück
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„Ein Schlag ins Gesicht der Gebührenzahler“
Das ruft Politik und WDR-Kontrolleure auf den Plan.
► Gregor Golland (49), CDU-Vize-Fraktionschef im Düsseldorfer Landtag und Mitglied des WDR-Rundfunkrates, sagt BILD: „Das ist ein Schlag ins Gesicht der Gebührenzahler und ein Image-Gau zulasten der vielen anständigen WDR-Mitarbeiter, die jetzt massive öffentliche Kritik aushalten müssen. Die neu gewählte Intendantin Katrin Vernau wird diesem verschwenderischen Vorhaben daher vermutlich schnell ein Ende setzen.“
Golland: „Ich hoffe nicht, dass das jetzt der Schlesinger-Moment des WDR wird.“ Er erinnert damit an die fristlos entlassene Intendantin des RBB, Patricia Schlesinger (62), gegen die es Vorwürfe der Vetternwirtschaft, Vorteilsnahme und Verschwendung gibt.
CDU-Vizefraktionschef Gregor Golland (49) ist Mitglied im WDR-Rundfunkrat
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FDP-Vizefraktionschef: „Kinder hocken auf versifften Schulklos, aber Talkgäste entspannen auf Designersesseln“
Empört ist auch Ralf Witzel (52), FDP-Vizefraktionschef im NRW-Landtag und medienpolitischer Sprecher seiner Fraktion: „Der WDR liefert nun selbst wieder die besten Argumente, warum wir unbedingt gegen Erhöhungen des Pflichtbeitrags stimmen müssen. Wir fordern stattdessen Aufklärung über die Geldverschwendung.“
Witzel fordert die schwarz-grüne Landesregierung von Hendrik Wüst (49, CDU) dazu auf, Stellung zu beziehen: „NRW-Medienminister Nathanael Liminski muss sich im Medienausschuss des Landtags NRW zu den Vorgängen beim WDR erklären.“
[-->Witzel zu BILD: „Unsere schlimmsten Befürchtungen haben sich wieder bestätigt: Der öffentlich-rechtliche Rundfunk verschwendet Geld ohne Ende. Hunderte Social-Media-Accounts, hohe Pensionszahlungen, fette Intendantengehälter, teure Gebäude und jetzt auch noch Luxus-Möbel – das ist der Gipfel! Unsere Kinder hocken auf versifften Schulklos, aber die Talkgäste entspannen sich auf Designersesseln.“
Auch das Online-Medienmagazin DWDL.de greift das Thema auf und befasst sich u. a. mit der WDR-Aussage, am Ende werde beim Thema Möbel „allein über das Kriterium Preis entschieden“, der WDR sei daher offen „für gleichwertige, günstigere Alternativen“.
Hierzu schreibt der Autor der Medienseite „Das Schlüsselwort ist allerdings: ‚gleichwertig‘, denn auf qualitativ hochwertige Möbel will man nicht verzichten – und die dürften also auch bei günstigeren Alternativen ihren Preis kosten.“
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