EU-Versagen bei Cybersicherheit: Tausende betroffen | Politik

12.07.2025 - Cumartesi 02:25

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Brüssel – Sicherheitslücken, veraltete Systeme, wiederverwendete Passwörter: Ein Bericht deckt auf, wie erschreckend schlecht es um die digitale Sicherheit in den EU-Institutionen steht. Daten von Tausenden betroffen.

35 Prozent der Institutionen bekamen die schlechteste Note „F“ – kritisches Risiko! Weitere 32 Prozent rutschten in die nächste Kategorie „D“ – hohes Risiko. Keine Einzige schaffte ein „A“ oder „B“ (geringes oder mäßiges Risiko). Untersucht wurden 75 Einrichtungen.

Datenlecks, Passwörter, Pannen

Der Bericht legt die Schwachstellen gnadenlos offen, nennt in die Jahre gekommene Software, schlechte Verschlüsselung und ungeschützte Netzwerke als Probleme. In 85 Prozent der „F“-Behörden nutzen Mitarbeiter Passwörter, die bereits durch frühere Leaks gestohlen wurden. 96 Prozent dieser Einrichtungen verwenden Domains, die leicht für E-Mail-Spoofing (Fälschen von Absenderadressen) missbraucht werden können.

▶︎ Besonders brisant: 96 Prozent der „F“-Behörden hatten bereits mindestens ein Datenleck. In einigen Fällen landeten sogar Ausweise und Heiratsurkunden im Netz.

▶︎ Selbst die EU-Kommission von Ursula von der Leyen (66, CDU) bekommt lediglich Note „C“: mittleres Risiko.

Bewertet wurden die EU-Behörden durch „Cybernews“ (siehe Kasten). Sprecher Edvardas Garbenis zu BILD: „Die technischen Schwachstellen könnten zu Störungen kritischer Dienste führen.“

Bei zwei Dritteln der 75 untersuchten EU-Behörden waren Daten nur unzureichend gesichert. Die Gründe: veraltete Software, ungeschützte Netzwerke, schlechte Verschlüsselung

Bei vielen EU-Behörden können problemlos Daten gestohlen werden

Foto: picture alliance / Zoonar

▶︎ Moritz Körner (34), FDP-Europaabgeordneter und Cybersicherheitsexperte, nennt die Ergebnisse „alarmierend, aber nicht überraschend.“ Die EU-internen Cybersicherheits-Debatten hätten sich bisher hauptsächlich um die Frage gedreht, „ob die China-App TikTok auf Diensthandys von EU-Beamten und Abgeordneten gesperrt werden soll oder nicht“.

▶︎ Auch die Union ist alarmiert. Die Europaabgeordnete Angelika Niebler (62, CSU) zu BILD: „Wenn selbst zentrale EU-Institutionen derart schlecht bei der Cybersicherheit abschneiden, dann ist das ein Weckruf. Wir müssen schleunigst mehr investieren – in Technik, aber auch in Köpfe.“

„Für EU-Versagen zahlen Bürger mit ihren Daten“

Was nach Bürokratie klingt, betrifft in Wahrheit jeden Einzelnen: Auf den Servern der EU lagern Daten von Millionen EU-Bürgern. Werden diese nicht ausreichend geschützt, besteht die Gefahr von Identitätsdiebstahl, Betrug oder Erpressung. Körner warnt in BILD: „Wenn die EU digital versagt, zahlen die Bürger mit ihren Daten und ihrem Vertrauen.“

Prof. Dr. Angelika Niebler (62, CSU) ist die Cyberexpertin der EVP-Fraktion. An deren Spitze steht ihr Parteifreund Manfred Weber (52)

Angelika Niebler (62, CSU) ist die Cyberexpertin der EVP-Fraktion. An deren Spitze steht ihr Parteifreund Manfred Weber (52)

Foto: Leonie Asendorpf/dpa

Moritz Körner fordert Konsequenzen. Die EU-Agentur für Cybersicherheit ENISA müsse gestärkt werden – mit mehr Macht, mehr Personal und klaren Aufgaben. Außerdem müsse die geplante Koordinierungsstelle für Cyberabwehr schneller an den Start. In jeder Institution brauche es eine neue Sicherheitskultur, und das mit klaren Zuständigkeiten und Schulungen.

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