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Ex-Verkehrsminister Ramsauer ist sauer: Riesen-Zoff um Aus der Plastik-Bahncard | Politik
23.05.2024 - Perşembe 03:23
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Ex-Verkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) schießt gegen seinen Nach-Nach-Nachfolger Volker Wissing (54, FDP)!
Grund: Der Liberale schaut dabei zu, wie der Staatskonzern Bahn zum Stichtag 9. Juni die bewährten BahnCards zur Reduzierung des Fahrpreises in Form von Plastikkarten abschafft.
Offiziell heißt es, damit solle die Umwelt besser geschützt werden. Inoffiziell gilt die Maßnahme als Sparprogramm.
▶︎ Künftig sollen Kunden ihre BahnCard in der Bahn-Navigator-App auf dem Smartphone hochladen und beim Schaffner bei Kontrollen vorzeigen.
„Sind der FDP ältere Menschen egal?“
Doch gerade Ältere nutzen eher selten Smartphones, also internetfähige Telefone. Und noch seltener Apps – sie kaufen Tickets und eben BahnCards oft weiter am Schalter oder im Reisebüro.
Ramsauer stinksauer: „Mit diesem Digitalismus schießt die Bahn übers Ziel hinaus. Gerade Teile der älteren Generation werden damit regelrecht diskriminiert. Mit mir als Minister hätte das nicht gegeben.“
▶︎ Fakt ist laut Branchenverband Bitkom: 77 Prozent der Deutschen haben ein Smartphone. Allerdings sind das vor allem die 16-29-Jährigen (95 Prozent), die 30-49-Jährigen (94 Prozent) und die 50-64 Jahre alten Bürger (80 Prozent).
▶︎ Von den 65-74-Jährigen haben immerhin noch 62 Prozent ein Smartphone mit Internet-Zugang. Von den Deutschen ab 75 Jahren sind es dann nur noch 30 Prozent. Für sie wird die Sache schon kniffliger.
Auch CSU-Generalsekretär Martin Huber fragt deshalb: „Sind der FDP ältere Menschen egal?“
CSU-Generalsekretär Martin Huber
Er fordert in BILD, dass Wissing eingreifen und die beschlossene Abschaffung in letzter Sekunde noch abmildern soll. Heißt: „Wer eine Plastik-BahnCard will, muss diese auch bekommen.“
Im Ministerium sieht man diese Notwendigkeit nicht.
„Reservelösung“: Papierausdruck
▶︎ „Grundsätzlich handelt es sich dabei um eine unternehmerische Entscheidung der DB AG“, erklärte ein Sprecher. Und beteuert: „Die Bundesregierung befürwortet ein inklusives Angebot der DB AG, welches allen Kundinnen und Kunden zugänglich ist. Nach Angaben der DB AG sollen für diejenigen, die bereits eine BahnCard besitzen und keinen Smartphone-Zugang haben, Lösungen angeboten werden, die den Übergang zur digitalen Nutzung erleichtern.“
Bei der Bahn heißt es, dass allen BahnCard-Kunden „in ihrem Kundenkonto auf bahn.de ein Ersatzdokument in Form eines PDF-Dokuments mit QR-Code“ zur Verfügung gestellt werden soll. Dieses sollen sich die Kunden dann zu Hause auf Papier ausdrucken. „Wem das Selbstausdrucken gar nicht möglich ist, der kann einen solchen Ausdruck auch im Reisezentrum erhalten – selbstverständlich kostenlos.“
Peter Neumann vom Fahrgastverband Pro Bahn findet, dass der Schienenriese es sich damit dennoch zu einfach macht: „Auch die Abholung am Schalter funktioniert nur dann, wenn Bahn-Kunden in einer Stadt wohnen, in der es überhaupt ein DB-Reisezentrum gibt.“
Allerdings sei der Papierausdruck zumindest eine „Reservelösung“.
Insgesamt fehle es in dem Konzern „das Bewusstsein dafür, dass nicht alle Menschen gleich sind und die gleichen Bedürfnisse haben“....
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