Familie des Tiergarten-Opfers klagt: „Uns hat niemand informiert!“ | Politik

02.08.2024 - Cuma 11:11

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Er wurde von Kreml-Despot Wladimir Putin (71) persönlich mit einer innigen Umarmung empfangen: Tiergarten-Killer Vadim Krasikov (58), der beim großen Gefangenenaustausch am Donnerstag aus lebenslänglicher Haft in Deutschland nach Russland gebracht wurde.

Darf der rechtskräftig verurteilte Mörder des Georgiers Zelimkhan Khangoshvili (†40) einfach so freigelassen werden? Diese Frage beschäftigt Politik und Rechtsexperten – sie lässt aber auch den Bruder des Ermordeten, Zurab Khangoshvili (50), nicht mehr los. Im Gespräch mit BILD zeigte er sich erschüttert über den Gefangenenaustausch.

Wladimir Putin umarmt den freigelassenen Tiergarten-Killer Vadim Krasikov

Wladimir Putin umarmt den freigelassenen Tiergarten-Killer Vadim Krasikov

Foto: Kremlin

Zurab Khangoshvili zu BILD: „Ich habe vor ein paar Tagen über Telegram davon erfahren, dass es angeblich zu einem Gefangenenaustausch kommen soll. Uns hat niemand informiert.“ Tatsächlich hatte die Bundesregierung bis jetzt (Freitagmittag) keinen Kontakt zur Familie des Opfers aufgenommen.

Zurab vermutet, dass Vadim Krasikov brisante Informationen über den russischen Geheimdienst besitzt und Kreml-Despot Wladimir Putin deshalb schon seit Langem versucht, ihn zurückzuholen. „Dieser Killer ist schon ein verbrannter Mann, er ist sicher für den Kreml nicht mehr als Agent brauchbar. Ich kann mir auch vorstellen, dass er beseitigt wird. Von Putin ist alles zu erwarten.“

Er spekuliert weiter, dass Krasikov wohl trotzdem noch Hoffnungen hat: „Andererseits denke ich, weil er dem Gefangenenaustausch zugestimmt hat, dass er hofft, Putin werde seine Treue doch eventuell schätzen.“ Ob Krasikovs Leben in Russland sicher ist? Khangoshvili: „Ob er am Leben bleibt, hängt davon ab, wie viel er den deutschen Behörden verraten hat.“

Tiergarten-Killer Vadim Krasikov ermordete im August 2019 einen Georgier im Berliner Kleinen Tiergarten

Tiergarten-Killer Vadim Krasikov ermordete im August 2019 einen Georgier im Berliner Kleinen Tiergarten

Foto: Polizei

Zurabs Gefühle sind gemischt: Einerseits empfindet er Erleichterung für die Freigelassenen, andererseits schmerzt ihn die Freilassung des Mörders. „Jetzt ist der Killer meines Bruders frei. Wir fühlen uns erniedrigt. Kinder sind weise, ich habe meinen geliebten Bruder verloren und der Killer kann seine Familie in die Arme schließen. Das tut weh.“

„Hätte man uns bloß gefragt“

Gleichzeitig zeigt Khangoshvili aber auch Verständnis für den Austausch. Er betont dabei aber immer wieder, dass er und seine Familie gar nicht erst konsultiert wurden: „Hätte man mich oder uns bloß gefragt. Ich hätte doch auch zugestimmt, wenn ich erfahren hätte, dass mehrere Gefangene aus Putins Gefangenschaft freikommen.“

Protokoll einer Hinrichtung„Ich hätte nie gedacht, dass sowas möglich ist“

Quelle: BILD

Zurab Khangoshvili, der nach dem Mord an seinem Bruder aus Georgien nach Schweden flüchtete, lebt seit 2022 in Deutschland. Sein Antrag auf Asyl wurde abgelehnt, da Georgien als sicheres Land eingestuft wird. Jetzt droht ihm und seiner Familie die Abschiebung.

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