Förderprojekt gegen Islamismus im Visier: Islamkritiker wehrt sich gegen „Correctiv“-Vorwürfe | Politik

05.11.2025 - Çarşamba 19:35

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Berlin – Er ist Deutschlands Top-Islamismus-Experte und geht in die Schulen, um über Radikalisierung und Judenhass aufzuklären: der arabisch-israelische Psychologe und Islamismus-Experte Ahmad Mansour. Dafür wird er oft angefeindet, seit vielen Jahren lebt der Bundesverdienstkreuzträger (2022) mit Personenschutz.

Nun gerät sein Projekt („Dis-Ident“), das auch Jugendliche mit islamischem Migrationshintergrund anspricht, ins Visier der Medienplattform „Correctiv“. Ihr Vorwurf: Die Bundesregierung habe dafür die Fördermittel aus politischen Gründen ungenau geprüft und praktisch durchgewinkt.

Das Projekt wird von der gemeinnützigen Gesellschaft Mind umgesetzt. Gründer und Geschäftsführer von Mind sind Ahmad Mansour und seine Gattin Beatrice Mansour. Sie ist auch Projektleiterin des Projekts Dis-Ident.

Wurde das Geld durchgewunken?

Das Vorhaben „Dis-Ident“ erforscht die psychologischen Faktoren, die zu Radikalisierung in der postmigrantischen Gesellschaft beitragen, und soll Strategien gegen israelbezogenen Antisemitismus und islamistische Radikalisierung entwickeln. Es wird vom Bund seit 2023 mit rund neun Millionen Euro gefördert – vom Forschungsministerium, das unter der Ampel-Regierung beim FDP-geführten Ministerium für Bildung und Forschung und seit Schwarz-Rot beim CDU-geführten Familienministerium angesiedelt ist.

„Correctiv“ spricht von einem „umstrittenen Projekt gegen Antisemitismus“, das „trotz Kritik“ gefördert werde. Dabei verweist das Medium auf interne Unterlagen, die nach seiner Einschätzung Fragen zu wissenschaftlichen Standards und Förderverfahren aufwerfen sollen.

Demnach hätten externe Gutachter den Antrag zunächst skeptisch bewertet. „Correctiv“ schreibt: „Das übereinstimmende Fazit der vom Ministerium beauftragten Experten: Das Projekt sei ‚aus verschiedenen Gründen nicht förderungswürdig‘.“ Das Projekt sei dennoch genehmigt worden – eine Entscheidung, die „Correctiv“ mit politischem Einfluss, insbesondere aus FDP-Kreisen, in Verbindung bringt.

Beatrice Mansour widerspricht

Beatrice Mansour widerspricht dem „Correctiv“-Bericht. BILD sagt sie: „Darin wird die fünfseitige Projektskizze mit der späteren Vorhabensbeschreibung durcheinander gebracht. Jede Kritik am ersten Entwurf haben wir aufgenommen und beantwortet.“ Anschließend, betont sie, sei die Förderung für das Projekt nicht von der Bundesregierung, sondern vom Bundestag genehmigt worden – und zwar mit einer parteiübergreifenden Mehrheit.

Ihre Vermutung, warum „Correctiv“ das Mansour-Projekt attackiert: „Ich glaube, was wir machen, emotionalisiert postkoloniale Linke. Ahmad Mansour gilt dort als Nestbeschmutzer, weil er den Islam kritisiert.“ Sie glaubt: „Würden wir uns alleine auf antimuslimischen Rassismus konzentrieren, würden uns die, die uns attackieren, bejubeln.“

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