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Forsa-Chef rechnet mit Merz und Klingbeil ab: Ihr macht es der AfD zu einfach! | Politik
15.08.2025 - Cuma 02:11
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Berlin – Diese Umfrage hat die CDU/CSU eiskalt erwischt: Laut Forsa-Trendbarometer kommt die AfD auf 26 Prozent, die Union nur auf 24 Prozent. Ein Umfrage-Knall für die Union, die seit der Bundestagswahl gut vier Prozentpunkte verloren hat, während die AfD kräftig klettert (rund fünf Prozentpunkte).
Welche Gründe hat der AfD-Höhenflug? In BILD erklärt Manfred Güllner, Gründer und Geschäftsführer des Meinungsforschungsinstituts Forsa, die Ursachen des Umfrage-Erfolgs.
Regieren Deutschland: Finanzminister Lars Klingbeil (47, SPD) und Bundeskanzler Friedrich Merz (69, CDU)
„Der Hauptgrund für die aktuell hohen Umfragewerte der AfD ist der Frust vieler Wähler über die bisherige Arbeit der Bundesregierung unter Kanzler Friedrich Merz“, so Güllner. „Ihnen wurde eine Wirtschaftswende versprochen, bis zum Sommer sollte sich spürbar etwas verändern. Bislang ist davon im Alltag nichts zu spüren.“
Im Gegenteil: Die Wähler sähen die schlechten Nachrichten aus der Industrie, die angekündigte Entlastung (Stromsteuer) sei nicht gekommen. Güllner: „Das schürt Unzufriedenheit, man fühlt sich nicht ernst genommen. Klüger wäre es, den Menschen auch unbequeme Wahrheiten zuzumuten. Denn das würde akzeptiert.“
Für Güllner zentral: Kanzler Friedrich Merz (69, CDU). Sein Politikstil sei „zu konfrontativ“ – und kommt bei den Wählern gar nicht gut an: „Die Menschen wollen weniger Streit und mehr Konsens und erwarten deshalb, dass sich die Koalitionsparteien zusammenraufen und nicht laufend bekriegen. Mit seinem Politikstil hat Merz viele abgestoßen.“
Aber auch sein Regierungspartner SPD unter Finanzminister Lars Klingbeil (47) ist für das AfD-Umfragehoch mitverantwortlich, sagt Manfred Güllner (selbst SPD-Mitglied). Die Sozialdemokraten hätten auf einen Links-Kurs (z. B. Forderung nach Steuererhöhungen) eingeschwenkt, doch mit „Umverteilungsthemen hat die SPD noch nie eine Wahl gewonnen“, so Güllner. Vielmehr vergraule die SPD damit Bürger aus der Mitte. „Die Mitte-Wähler hat sie verloren und mit dem Linksruck auf dem Parteitag noch mehr vor den Kopf gestoßen. Aber die Partei will das offenbar nicht verstehen.“
Manfred Güllner (83) ist Gründer und Geschäftsführer des Forsa-Instituts
Und die AfD? „Muss nicht viel machen“, sagt Güllner. „Aktuell bekommt sie Zulauf von den mit der Regierung Unzufriedenen. Sie schöpft zum einen das Potenzial der rechtsextremen Wahlberechtigten, das rund 10 Prozent beträgt, vollständig aus. Dazu kommen jetzt die Wähler, die sich aus Frust, nicht aber wegen irgendeiner besonderen politischen Kompetenz für die AfD entscheiden.“
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