Frauen-EM: Bundestrainer Christian Wück überdenkt seine Taktik | Sport

15.07.2025 - Salı 21:11

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Erst kam der Regen, dann das Donnerwetter!

Am Samstag kassierten die deutschen Fußballerinnen die 1:4-Klatsche gegen Schweden. Dann hatten sie eineinhalb Tage frei. Im Training am Dienstag versammelte Bundestrainer Christian Wück (52) die DFB-Mädels im Kreis und redete energisch auf sie ein – inklusive eindringlicher Gesten. Im strömenden Regen machte der Coach allen klar, worauf es am Samstag (21 Uhr/ZDF und DAZN) im EM-Viertelfinale gegen Frankreich ankommt. Aber vorher kommt intern ALLES auf den Prüfstand!

Gegen Titel-Mitfavorit Frankreich braucht Deutschland eine Leistungsexplosion – und einen neuen Plan. „Wir wissen, dass es gilt, die schnelle Mannschaft in den Griff zu bekommen. Da wird es natürlich Anpassungen geben“, sagt Co-Trainerin Maren Meinert (51): „Wenn wir gegen Frankreich nicht kompakt stehen, werden wir wenig Chancen haben.“

Bisher hat der Bundestrainer offensiv und riskant spielen lassen. Rückt bzw. WÜCKt er jetzt von seiner Taktik ab?

Beispiel Abwehr-Umstellung. Bisher hatte Wück 4-2-3-1 spielen lassen. Jetzt diskutieren die Trainer intern eine Dreierkette. „Wenn man es gegen die Franzosen kompakt halten muss, ist das auch eine Überlegung“, sagt die erfahrene Meinert. Aber: „Wir haben auch gesehen, wie viele gute Spiele wir in dieser Viererkettenordnung hatten.“

Bundestrainer Christian Wück mit seinen beiden Kapitäninnen Janina Minge (l.) und Sjoeke Nüsken

Bundestrainer Christian Wück mit seinen beiden Kapitäninnen Janina Minge (26, l.) und Sjoeke Nüsken (24)

Foto: Sebastian Christoph Gollnow/dpa

Beispiel Spielmacherin: Möglich, dass Wück die Zehn komplett streicht, dafür eine zusätzliche defensive Mittelfeldspielerin wie Sydney Lohmann (25) bringt. Meinert: „Natürlich überlegen wir, wie wir uns aufstellen. Wenn wir das Mittelfeld dichter machen, bedeutet das nicht, dass wir keine Spielmacherin mehr haben. Aber natürlich überlegen wir in alle Richtungen.“

Beispiel neues Personal: Hinten rechts fehlen Kapitänin Giulia Gwinn (26/verletzt) und ihre Vertreterin Carlotta Wamser (21/gesperrt). In der Innenverteidigung fehlte Sicherheit. Und: Gegen Frankreich braucht das DFB-Team hinten Tempo. Mögliche neue Spielerinnen: die erfahrene Kathy Hendrich (33), die schnelle Franziska Kett (20) und die vielseitige Sophia Kleinherne (25). Meinert: „Jetzt müssen wir rotieren und tun das mit einem guten Gefühl. Auch die, die nicht so viel gespielt haben, sind bereit.“

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Quelle: BILD

Der Plan: Am Mittwoch gibt es eine Besprechung mit der Mannschaft und eine geheime Taktik-Einheit auf dem Platz. Dann geht es an die neuen Inhalte. Die Emotionen hatte es von Wück schon am Dienstag gehagelt. „Er hat uns klargemacht, dass nur wir es in der Hand haben. Wir können das Spiel entscheiden“, sagt Mittelfeldspielerin Sjoeke Nüsken (24). „Wenn wir unsere Leistung auf den Platz bringen, können wir auch erfolgreich ins Halbfinale einziehen.“

Dann würde auf das Donnerwetter eitel Sonnenschein folgen.

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