Frauke Petry gründet exklusive Partei und wildert bei FDP-Größen | Politik

17.07.2025 - Perşembe 09:10

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Weimar – Vor wenigen Wochen kündigte die frühere AfD-Chefin und -Mitbegründerin Frauke Petry (50) an, eine eigene Partei gründen zu wollen. Ihr „Team Freiheit“ solle dabei anders sein als die Etablierten. Jetzt zeichnet sich ab: Petry wildert offenbar auch bei der vor sich hinsiechenden FDP.

Dabei soll die neue Partei zunächst als eine Art exklusiver Klub daherkommen. Ähnlich wie Sahra Wagenknechts (55) BSW. Mitglied werden kann man nur nach strenger Prüfung. Wer es allerdings ins Team Freiheit schafft, darf nicht für Posten und Mandate in den Parlamenten kandidieren. So wolle man vermeiden, dass die Partei (wie alle anderen) zu einem reinen Verein von Politik-Karrieristen wird.

Vorbild: Argentinischer Kettensägen-Präsident Milei

Inhaltlich will es die neue Petry-Partei offenbar machen, wie Argentiniens libertärer Präsident Javier Milei (54). Deutschlands Staat ist zu fett – sagt nämlich auch Petry und fordert radikale Schritte à la Argentinien!

„Javier Mileis Ansatz, staatliche Behörden, auch die Anzahl der Minister, drastisch zu reduzieren und die Bürokratie abzubauen, ist auch in Deutschland dringend notwendig.“ Der argentinische Präsident will, dass „die Bürger ihre Macht zurückbekommen“ – genau das fordert jetzt auch das „Team Freiheit“. Wird „Team Freiheit“ also zur deutschen Kettensägen-Partei?

Dampft den Staat gerade radikal ein: Argentiniens libertärer Präsident Javier Milai

Dampft den Staat gerade radikal ein: Argentiniens libertärer Präsident Javier Milei

Foto: LUIS ROBAYO/AFP

Helfen soll auch Konrad Adenauer. Der warnte einst: „Nie wieder darf der Staat über dem Individuum stehen.“ Und: offenbar auch ehemalige und aktive FDP-Größen.

Das zumindest lässt ein bislang geheimes Treffen vermuten, das am Wochenende nahe Weimar auf Schloss Ettersberg stattfand und von dem inzwischen Fotos in den sozialen Medien kursieren. Darauf posiert Petry mit dem FDP-Chef (und Kurzzeitministerpräsidenten) von Thüringen, Thomas Kemmerich (60), und Albert Duin (71). Der war von 2013 bis 2017 Landeschef der Liberalen in Bayern.

Was läuft da mit den FDP-Chefs?

Steigen die FDP-Granden jetzt etwa bei Petry ein?

„Auf Schloss Ettersburg fand eines von mehreren Treffen mit Menschen statt, denen die Freiheit am Herzen liegt. Über die Teilnahme der beiden Freigeister Thomas Kemmerich und Albert Duin habe ich mich besonders gefreut. Es geht darum, dass die Freiheit endlich eine neue Heimat erhält“, gibt sich die ehemalige AfD-Chefin geheimnisvoll.

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Neue Heimat für die Freiheit? Das klingt nach Kampfanansage an die FDP, die bislang für sich reklamierte, die Heimat der Freiheit zu sein.

► Fakt ist: Allein Kemmerichs und Duins Foto mit Frauke Petry sorgt in der liberalen Community für kontroverse Reaktionen.

So sprechen manche von „einem neuen Tiefpunkt“, schmähen Duin und Kemmerich als „Querulanten“. Der NRW-Landeschef der FDP, Henning Höne (38), wettert: „Reisende, Selbstdarsteller und Freiheitsmissversteher soll man nicht aufhalten.“

Aber es gibt auch Applaus. Es sei richtig, „in Deutschland die Fesseln der Bürokratie zu lösen“, so ein Kommentar in den Social-Media-Kanälen.

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