Fußball: Dirk Schuster setzt in der 2. Liga auf den HSV und Düsseldorf | Sport

20.09.2024 - Cuma 03:46

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Mit dem SV Darmstadt gelang Dirk Schuster (56) 2015 der Aufstieg in die 1. Liga. Der Fußball-Lehrer, der auch Aue und Kaiserslautern im Unterhaus coachte, kennt sich in der 2. Liga bestens aus. Vor dem Topspiel am Sonntag (13.30 Uhr) zwischen dem 1. FC Magdeburg und dem Karlsruher SC spricht Schuster in BILD.

BILD: Sie haben früher selbst für den 1. FC Magdeburg und den KSC gespielt. Werden Sie die Partie am Sonntag live verfolgen?

Dirk Schuster: „Ja, auf jeden Fall. Zwar nicht im Stadion, aber am TV. Ich freue mich, dass beide Mannschaften so erfolgreich in die Saison gestartet sind.“

Hätten Sie damit vor Saisonbeginn gerechnet?

„Ehrlicherweise nicht. Der KSC hatte im Sommer einen größeren Umbruch vollzogen und einige Leistungsträger abgegeben. Umso erstaunter bin ich über die Ausbeute von 13 Punkten und auch über die Leistungen. Nur fünf Gegentore sprechen ebenfalls für sich. Auch die Ergebnisse und Auftritte der Magdeburger nötigen mir Respekt ab.“

Was erwarten Sie am Sonntag für ein Spiel?

„Es werden zwei unterschiedliche Spielweisen aufeinandertreffen. Die Magdeburger wollen von hinten heraus Fußball spielen, was sehr risikoreich und manchmal mit Fehlern verbunden ist. Der FCM ist dennoch spielstark und versucht, den Gegner immer zu dominieren. Der KSC agiert dagegen taktisch sehr diszipliniert und beherrscht das schnelle Umschaltspiel. Die Karlsruher haben in dieser Saison ebenfalls Mentalität gezeigt und Rückstände gedreht. Dazu haben sie vorn mit Budu Zivzivadze einen Torjäger, der den Schwung der EM mitgenommen hat.“

Schuster sieht HSV und Düsseldorf ganz vorn

Letzte Saison ist der FCM nach einem guten Saisonstart zwischendurch eingebrochen…

„Ich glaube, dass die Verantwortlichen in Magdeburg daraus die richtigen Schlüsse gezogen und den Kader entsprechend verstärkt haben. Mit dem Saisonstart können sie sehr gut leben. Die Euphorie und die Stimmung zu den Heimspielen sollten sie so lange wie möglich nutzen, um am Ende mit in der oberen Tabellenhälfte zu landen. Dennoch glaube ich, dass andere Mannschaften individuell besser aufgestellt sind als Magdeburg und den Aufstieg am Ende unter sich ausmachen.“

Welche Teams sehen Sie am Ende ganz vorn?

„Der HSV hat vor allem in den beiden letzten Spielen gezeigt, was für eine Qualität im Kader steckt. Gegen Regensburg wurden Reis, Dompé, Pherai und Selke eingewechselt – diese Spieler wären bei vielen anderen Zweitligisten unangefochtene Stammkräfte. Das zeigt, wo die Reise der Hamburger in dieser Saison hingehen soll. Dazu erwarte ich Fortuna Düsseldorf ganz oben. Nach der verpatzten Relegation gegen Bochum gleich wieder so souverän aufzutreten, zeugt von viel Teamgeist, Qualität und Disziplin. Wenn sie diesen Weg weitergehen, werden sie ebenfalls vorn dabei sein. Dahinter ist das Feld mit Hertha, Köln oder dem KSC sehr breit gefächert. Ein Favorit ist für mich auch Hannover 96, die ebenfalls oben angreifen können. Aber die Saison ist noch jung, da sind auch Überraschungen möglich.“

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Quelle: BILD

Sind Sie schon wieder bereit für einen neuen Trainerjob?

„Ja, aber ich lasse alles in Ruhe auf mich zukommen. Die Phase, in der es in einigen Klubs erfahrungsgemäß unruhig wird, beginnt erst in den nächsten Wochen. Dann werden wir sehen, was passiert.“

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