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Fußball: Klubs und Ultras fordern Abschaffung der Pyro-Strafen | Sport
01.02.2025 - Cumartesi 22:45
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Pyrotechnik im Stadion ist verboten. Wenn sich die Fans eines Klubs dem widersetzen, gibt es empfindliche Strafen – für den Verein. Dem stellt sich nun eine Interessenvereinigung entgegen. Interessant: Ost-Klubs und Ultras ziehen da erstmals an einem Strang.
„Wir fordern eine konsequente Abschaffung der verbandsrechtlichen Bestrafung des Einsatzes von nicht missbräuchlich verwendeter Pyrotechnik und deren sofortige Aussetzung“, heißt es in dem gemeinsamen Statement.
Missbräuchlich bedeutet in dem Fall den gezielten Einsatz gegen Personen oder Wurf auf das Spielfeld. Choreos in den Blöcken sollen dagegen straffrei bleiben. So die Forderung.
Interessant: Neben den Viertliga-Klubs wie FC Carl Zeiss Jena (plus Südkurve Jena), FSV Zwickau (Plus Fankurve E5 Zwickau), Chemnitzer FC (mit Fanszene Chemnitz), FC Rot-Weiss Erfurt (mit Steigerwaldkurve Erfurt), 1. FC Lokomotive Leipzig (mit Ultras 1. FC Lok Leipzig) haben auch die Drittligisten Erzgebirge Aue (mit Erzbrigade Wismut Aue), Dynamo Dresden (mit K-Block Dynamo Dresden), Energie Cottbus (Ultima Raka & Ultras Energie) und Hansa Rostock (Südtribüne & Block 9A) unterzeichnet.
Zudem Zweitligist Hertha BSC (mit Ostkurve Hertha BSC). Hinzu kommen die Ultras von Union Berlin (Wuhlesyndikat 2002) und dem 1. FC Magdeburg (Block U Magdeburg).
Klubs und Ultras fordern Abschaffung der Pyro-Strafen
Kritisiert wird, dass die Bestrafungen zusehends wirtschaftliche Probleme für die betroffenen Vereine mit sich bringen und die Wettbewerbsfähigkeit verschlechtern.
Dass die Vereinsverantwortlichen mittels Lizenzvereinbarungen zur Annahme der sportgerichtlichen Sanktionspraxis gezwungen werden und dadurch aufgrund aufkommender Interessenkonflikte ein Keil durch die Vereine getrieben wird.
Sich durch die Entwicklung der Strafen/Strafzahlungen die Wahrnehmung und Bewertung von Pyrotechnik insofern verändert hat, dass der positive Einfluss auf die Atmosphäre in den Stadien oder der nicht vorhandene Einfluss auf das Spielgeschehen keine Beachtung findet.
Die Verbände in ihrer Praxis ein zunehmendes Sicherheitsempfinden beim Einsatz von Pyrotechnik und ausbleibende Verletztenzahlen ignorieren.
[-->Die Erkenntnisse, wonach die in den letzten Jahren stetig zugenommene Bestrafung von Pyrotechnik nicht zu einer Verringerung des Einsatzes geführt hat, hat keinerlei Berücksichtigung bei den Verbänden gefunden.
Eine Umlage der Strafen auf vermeintliche Verursacher zu Ermäßigungszwecken aufgrund einer damit einhergehenden Doppel- bzw. Dreifach-Bestrafung sei nicht vertretbar.
Weiter heißt es: „Als Einheit aus Fankurven und Vereinsverantwortlichen sind wir entschlossen, für die Rechte und faire Behandlung von Fankultur und Souveränität der Vereine einzustehen und auf Basis unserer Mitgliederbeschlüsse einen neuen Weg konsequent zu verfolgen. Die Strafenpolitik der Verbände muss eine grundlegende Veränderung erfahren und die Interessen der Basis unseres Sports in angemessenem Umfang berücksichtigt werden.“
Wieder Eberl-Zoff mit Reporter: „Guck bitte nicht so …“
30.01.2025
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