Gaza-Geiseln nach 738 Tagen wieder vereint: Eine Liebe stärker als die Hamas-Hölle | Politik

14.10.2025 - Salı 22:18

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Keiner weiß, was Avinatan Or in 738 Tagen Hamas-Gefangenschaft durchgemacht hat. Am Montag wurde der Israeli im Rahmen des Geisel-Abkommens befreit – und konnte endlich seine Freundin Noa Argamani wiedersehen. Das Liebespaar wurde am 7. Oktober 2023 vom Nova-Musikfestival von der Hamas nach Gaza verschleppt und von den Terroristen getrennt.

Noa wurde im Juni 2024 von der israelischen Armee befreit – und wartete seitdem auf Avinatan – lange Zeit, ohne zu wissen, ob er überhaupt noch am Leben ist. Die israelische Armee veröffentlichte am Montag Fotos vom emotionalen Wiedersehen des Paares.

Das Liebespaar nach Avinatan Ors Freilassung am Montag

Das Liebespaar nach Avinatan Ors Freilassung am Montag

Foto: IDF

Der erste Kuss nach zwei Jahren Trennung – 1,5 Jahre davon wusste Noa nicht, ob ihr Partner noch lebt

Der erste Kuss nach zwei Jahren Trennung – lange Zeit wusste Noa nicht, ob ihr Partner noch lebt

Foto: GPO

8 Monate Todesangst in Gaza

Noch im Frühjahr schrieb Noa bei Instagram: „Bis Avinatan zurückkehrt, ist mein Herz in Gefangenschaft.“ Wie sich die Hamas-Gefangenschaft anfühlt, weiß sie genau. Die Israelin wurde wie ihr Freund am 7. Oktober beim Hamas-Massaker in Israel nach Gaza verschleppt.

Den Moment ihrer Entführung sah die ganze Welt: In grausamer Propaganda veröffentlichten die Terroristen ein Video, wie Noa auf einem Motorrad entführt wurde. Mehr als acht Monate wurde sie festgehalten, bewacht von Gaza-Familien, in ständiger Todesangst.

Der 7. Oktober in Israel: Während Terroristen sie nach Gaza entführen, schreit Noa noch: „Tötet mich nicht!“

Der 7. Oktober in Israel: Während Terroristen sie nach Gaza entführen, schreit Noa noch: „Tötet mich nicht!“

Foto: Privat

Zwei Hamas-Terroristen halten Avinatan Or am 7. Oktober 2023 auf dem Gelände des Nova-Musikfestival-Geländes fest und verschleppen ihn anschließend nach Gaza

Zwei Hamas-Terroristen halten Avinatan Or am 7. Oktober 2023 auf dem Gelände des Nova-Musikfestival-Geländes fest und verschleppen ihn anschließend nach Gaza

Am 8. Juni 2024 befreite die israelische Armee Noa Argamani und drei andere Geiseln in einer spektakulären Militär-Aktion. Doch die Freude währte nur kurz: Drei Wochen später starb ihre Mutter an Krebs. Die Terroristen nahmen ihr die letzten gemeinsamen Monate.

Doppelter Schmerz: Niemand wusste, ob ihr Partner Avinatan noch am Leben war. Avinatan, der vor seiner Entführung in einer Hightech-Firma arbeitete und auf der Kinderonkologie half. Den seine Familie als so hilfsbereit und verlässlich beschreibt. Avinatan, mit dem Noa ihr Leben verbringen wollte.

Auf Instagram schrieb sie ihm Liebesbriefe: „Ich kann es immer noch nicht begreifen, dass ich jetzt hier bin und du, mein Geliebter, immer noch da bist und jeden Tag in endloser Angst lebst“, notierte sie im August 2024. Erst im Frühjahr 2025 – 1,5 Jahre nach dem 7. Oktober – erfuhr seine Familie, dass Avinatan noch lebt. Monate vergingen, eine Freilassung rückte in immer weitere Ferne.

Noa Argamani und Avinatan Or lernten sich an der Universität in Tel Aviv kennen, waren bis zum 7. Oktober 2023 seit zwei Jahren zusammen

Noa Argamani und Avinatan Or lernten sich an der Universität in Tel Aviv kennen. Sie waren zwei Jahre ein Paar. Dann kam der 7. Oktober

Foto: Privat

„Ich vermisse ihre Anwesenheit so“

Noch Anfang Oktober sprach Noa in einem Interview mit „Ynet“ über die Einsamkeit, ohne ihre Mutter und ohne ihren Freund durchs Leben gehen zu müssen: „Meine Mutter und Avinatan sind zentrale Charaktere in meinem Leben, ich vermisse ihre Anwesenheit so. Ich versuche, andere Dinge zu finden, an denen ich festhalten kann, um meinen Verstand zu bewahren.“

Unermüdlich setzte sich Noa für die Freilassung ihres Freundes ein, traf sogar US-Präsident Trump und sprach vor der UN. Die Zeit in Gaza bezeichnete sie als „die Hölle auf Erden“.

Noa mit ihrer Mutter Liora (†)

Noa mit ihrer Mutter Liora (†)

Foto: bring_noa_and_avinatan/instagram

Und unmittelbar nach ihrer Freilassung am 8. Juni 2024, in den Armen ihres Vaters

Und unmittelbar nach ihrer Freilassung am 8. Juni 2024, in den Armen ihres Vaters

Foto: UPI/laif

Noch unklar, was Avinatan erlebt hat

Vor einigen Monaten schrieb sie bei Instagram über ihren verschollenen Freund: „Ich halte jeden Tag fest in der Hoffnung, dass dieser Albtraum bald endet und wir alle unsere Träume gemeinsam erfüllen können.“ Jetzt ist der Albtraum vorbei, Avinatan ist wieder zuhause in Israel.

Noch ist nicht bekannt, was er erlebt hat. Andere freigelassene Geiseln berichteten von Hunger, Folter, Vergewaltigungen. Manche mussten nach der Gefangenschaft lange Krankenhausaufenthalte hinter sich bringen, von ihren seelischen Wunden ganz zu schweigen.

Die Terroristen der Hamas wollten die israelischen Geiseln systematisch brechen, ihnen jede Hoffnung, jeden Lebenswillen nehmen. Avinatan Or ist jetzt keine Hamas-Geisel mehr. Er ist jetzt Avinatan, der Überlebende. Er kann jetzt heilen, in dem Wissen: Die Frau, die ihn so liebt, ist wieder an seiner Seite.

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