Gehalts-Plus für die Staatsspitze: So steigen die Bezüge für Kanzler & Co. | Politik

04.10.2025 - Cumartesi 03:25

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Berlin – Bundespräsident, Kanzler und Minister dürfen sich auf satte Gehaltserhöhungen einstellen. Ihre Bezüge sollen um 5,8 Prozent steigen!

Gehaltsplus für die Staatsspitzen – so viel gibt es mehr: Rückwirkend ab April sollen die Bezüge – wie bei den Bundesbeamten – um drei Prozent erhöht werden und ab Mai 2026 um weitere 2,8 Prozent.

Das Amtsgehalt von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (69) steigt entsprechend zunächst um knapp 700 Euro und im kommenden Jahr um weitere 650 Euro auf dann 24.300 Euro. Bundeskanzler Friedrich Merz (69) bekommt rückwirkend 620 Euro mehr und ab Mai weitere 600 Euro. Sein Amtsgehalt (ohne Zulagen) beläuft sich dann auf rund 21.900 Euro. Die Amtsgehälter der Minister klettern zunächst um rund 500 Euro und danach um 480 Euro auf dann rund 17.600 Euro.

Das Gehalts-Plus ist eine Folge der Tarifeinigung im öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen. Arbeitgeber und Gewerkschaften hatten sich im April auf die entsprechenden Tariferhöhungen für Arbeiter und Angestellte verständigt. Das Bundesinnenministerium hat angekündigt, den Abschluss „zeitgleich und systemgerecht“ auf die Beamten zu übertragen. Auf BILD-Anfrage bestätigte das Ministerium, dass die Erhöhungen auch für die Amtsträger gelten sollen. Das Gesetz sehe eine „Koppelung“ an die Erhöhung der Beamtenbesoldung vor.

Unklar ist aber, wann die Regierungsmitglieder Abschlagszahlungen für die rückwirkende Erhöhung ab April bekommen sollen. Für Beamte soll es wahrscheinlich ab Dezember Nachzahlungen geben. Bisher war das nicht möglich, weil es noch keinen Bundeshaushalt für das laufende Jahr gab und höhere Zahlungen als im Vorjahr wegen der sogenannten „vorläufigen Haushaltsführung“ nicht möglich waren. Der Etat war wegen der vorgezogenen Bundestagswahl erst Mitte September verabschiedet worden.

Vom Tarifabschluss profitieren nicht nur die Spitzenpolitiker, sondern Millionen Beschäftigte im Öffentlichen Dienst. Für sie gelten die gleichen Erhöhungen wie für die Staatsspitze.

Konkret bedeutet das zum Beispiel:

▶︎ Ein Erzieher in kommunaler Kita (ca. 3900 Euro brutto) kommt so bis 2026 auf 221 Euro mehr im Monat.

▶︎ Eine Verwaltungsangestellte mit bisher rund 3600 Euro brutto erhält zunächst etwa 110 Euro mehr im Monat, ein Jahr später noch einmal rund 100 Euro zusätzlich.

Ab 2026 steigt die Jahressonderzahlung, ab 2027 gibt es einen zusätzlichen freien Tag. Beschäftigte können außerdem Teile der Sonderzahlung in bis zu drei freie Tage umwandeln.

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