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Guantanamo-Häftling: doch kein Deal für 9/11-Drahtzieher | Politik
04.08.2024 - Pazar 03:21
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Der mutmaßliche Drahtzieher der Anschläge vom 11. September 2001, Khalid Scheich Mohammed (60), bekommt nach Angaben des US-Verteidigungsministeriums nun DOCH keinen Deal!
Eigentlich war vorgesehen, dass der ehemalige Top-Terrorist der Al-Qaida-Islamisten durch ein Schuldbekenntnis der Todesstrafe entgehen könne. Dagegen machte sich in den USA landesweit Protest breit. Ein Großteil befand den Deal für einen Skandal. Die Republikaner gaben die Schuld US-Präsident Joe Biden (81). Allerdings beteuerte die Regierung, nichts vom Deal gewusst zu haben.
Der Anschlag auf die berühmten Zwillingstürme des World Trade Center in New York veränderte die freie Welt
Die Vereinbarung sei von der Militärkommission des US-Hochsicherheitsgefängnisses Guantánamo Bay beschlossen worden, hieß es von der Biden-Regierung. Wenig später verkündete US-Verteidigungsminister Lloyd Austin (70), der Deal sei geplatzt.
Ein Grund dürfte sein, dass einige Familien der Opfer der Anschläge die Vereinbarung ablehnten, weil sie jede Möglichkeit eines vollständigen Prozesses und einer möglichen Todesstrafe verhindere.
Und Austin zog noch mehr Konsequenzen: Die für das Schuldbekenntnis und die vermeintliche Vereinbarung verantwortliche Beamtin, Brigadegeneral a.D. Susan K. Escallier, wurde laut einem Bericht der New York Times gefeuert.
2002, Kuba: In orangefarbenen Ganzkörperanzügen sitzen Inhaftierte in der US-Haftanstalt Guantanamo Bay auf dem Boden
Im US-Militärverfahren um die Terroranschläge vom 11. September 2001 hatte sich der Hauptverdächtige Scheich Mohammed bereits 2008 schuldig bekannt. In der Prozessanhörung 2008 teilte Militärrichter Stephen Henley mit, die Angeklagten wollten auf alle Anträge zu ihrer Verteidigung verzichten und ein Geständnis ablegen.
Auf die Frage des Richters, ob er sich schuldig bekennen wolle, entgegnete der Terror-Scheich damals: „Ja, wir wollen keine Zeit verschwenden.“ Mit dem geplatzten Deal wird den Top-Terroristen ein Prozess gemacht, dessen Ausgang noch vollkommen offen ist.
Hintergrund: am 11. September 2001 Jahren flogen Islamisten der Terror-Gruppe Al-Qaida zwei Flugzeuge in das World Trade Center in New York. Fast 3000 Menschen starben. Es war der größte Anschlag in der US-Geschichte und ein Tag, der die USA und die freie Welt in ein Trauma stürzte. Am 2. Mai 2011 erschoss der Elite-Soldat Robert J. O'Neill (47) den damaligen Al-Qaida-Führer Osama Bin Laden während einer US-Geheimoperation in Pakistan.
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