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Handball: Potsdam schafft nur 18 Tore gegen die Löwen | Sport
17.11.2024 - Pazar 16:40
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Die Überraschung bleibt aus. Das Schlusslicht der Daikin Handball-Bundesliga, der VfL Potsdam, verliert vor erstmals ausverkaufter MBS-Arena (2250 Fans) auch gegen die Rhein-Neckar Löwen 18:25 (8:11).
Es ist die neunte Pleite im neunten Spiel. Dabei sind die Pokal-Helden aus Mannheim (warfen die Füchse gerade 30:29 raus) an diesem Sonntag-Nachmittag schlagbar.
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Die Potsdamer halten bis zur 19. Minute (6:7) super mit, von Klassenunterschied nichts zu sehen. Die Abwehr und Torhüter Mark Ferjan (26/mit insgesamt neun spektakulären Paraden) halten die Brandenburger im Spiel. Doch dann folgen zehn schlimme Minuten, wo bei den Potsdamern gar nichts geht. Die Löwen ziehen mit Not und Mühe zur Halbzeit auf 11:8 (30.) weg.
Dyn-Experte Stefan Kretzschmar (51) analysiert zur Halbzeit: „Ich glaube, nur acht Tore in einer Halbzeit ist Bundesliga-Negativrekord. Aber saustark, dass die Potsdamer auch nur elf Tore der Löwen zugelassen haben. Respekt, die Abwehrarbeit ist wirklich gut. Aber der Positionsangriff ist katastrophal.“
Stimmt, insgesamt elf Fehlwürfe (dazu vier technische Fehler) brockt sich der VfL schon in der ersten Hälfte ein. Die Potsdamer scheitern immer wieder an Löwen-Keeper David Späth (22/insgesamt 15 Paraden). Rückkehrer Juri Knorr (24/Daumenbruch) ist kein Faktor, spielt nur wenige Minuten.
HBL: Löwen-Keeper Späth macht Potsdams Angriff platt
Der Angriff des VfL bleibt schwach, wird im Laufe des Spiels immer schlimmer. Nach 48 Minuten haben die tapfer kämpfenden Potsdamer erst elf (!) Tore. Kretzschmar: „Aber die Löwen haben auch gerade nicht die Sterne vom Himmel geworfen.“
Potsdams Geschäftsführer Frank von Behren (48) bei Dyn: „Natürlich nehmen wir das Lob Woche für Woche gern an, dass wir toll spielen, aber irgendwann wollen wir auch mal gewinnen. Wir werfen noch zu viele Fahrkarten und nehmen uns Würfe, die wir uns nicht nehmen dürfen. Das war ein gefundenes Fressen für die Löwen.“
Sauer ist von Behren nicht auf sein Null-Punkte-Team: „Man darf nicht vergessen, die Jungs sind noch grün hinter den Ohren, wir haben nur zwei Spieler mit Bundesliga-Erfahrung. Wir sehen die Entwicklung Woche für Woche.“
Unglaublich, am Ende hat Löwen-Keeper David Späth eine Paraden-Quote von über 55 Prozent. Kretzschmar: „Habe ich das überhaupt schon mal gesehen?“ Er glaubt: „Ich denke, der Potsdamer Angriff hat ein Problem mit der Qualität der Torhüter in der Bundesliga. Die sind nochmal größer, stärker und besser. Das bereitet ihnen massive Probleme.“
Max Günther (20): „Wenn wir nicht mehr Tore werfen, gewinnen wir auch mit der besten Abwehr kein Spiel. David Späth hat uns viele Bälle weggenommen, aber eigentlich haben wir uns selbst geschlagen.“
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