Der Schwede Rade Prica (45) ist bis heute der teuerste Hansa-Transfer aller Zeiten. Mittlerweile fungiert er u.a. als Scout und schwärmt über die frühere Zeit in Rostock.
Die Hansa-Fans haben ihn nie vergessen! Prica ging von 2002 bis 2006 bei der Kogge auf Torejagd. In 123 Pflichtspielen, erzielte der Mittelstürmer 23 Treffer und bereitete 23 Tore vor.
Den Fans in bester Erinnerung: Sein Volltreffer beim Auswärtsspiel in der Bundesligasaison 2003/2004 gegen Freiburg oder der Hammer-Schuss in der Saison 2004/05 auswärts gegen Bochum im Ruhrstadion.
Heute lebt der 45-Jährige in der Nähe von Malmö (Schweden) und arbeitet u.a. als Scout bei der Spielerberaterfirma Nordic Sky.
Genau bei dieser Management-Firma sind auch die beiden letzten Hansa-Neuverpflichtungen, nämlich Verteidiger Viktor Bergh (26) und Mittelstürmer Emil Holten (29), unter Vertrag.
Kein Zufallsprodukt also, denn Prica legte Bergh einen Wechsel schon vor über einem Jahr nahe. „Ich habe damals schon gesagt, das kann ein großes Ding für ihn werden. Bergh kann einen großen Einfluss im Spiel haben.“
Rade Prica dreht nach einem Tor in Freiburg jubelnd ab. Er schoss 23 Treffer für Hansa
Foto: dpa
Auch beim Last-Minute-Transfer von Emil Holten, erkundigte sich FCH-Sportdirektor Amir Shapourzadeh (42) bei Prica. „Den Rest haben aber meine dänischen Kollegen erledigt“, sagt die Hansa-Legende.
Gut zu wissen: Der damalige Wechsel von Ex-Hansa Stürmer Sigurd Haugen (jetzt 1860 München) ist ebenfalls mithilfe vom Ex-Profi entstanden.
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Quelle: instagram/@panathlonclubperugia06.09.2025
Guter Rat ist bekanntlich teuer. Prica weiß, wie es in Mecklenburg-Vorpommern läuft: „Ich sage immer, die Fans werden dich lieben, wenn du hart arbeitest.“
„Ich hätte bei Hansa bleiben sollen“
Losgelassen hat ihn die Liebe zu den Hanseaten nie. Noch immer fiebert er mit dem Drittliga-Klub mit. „Wenn es geht, verfolge ich jedes Spiel von Hansa. Es gibt nicht viele Klubs, die so eine Fan-Base haben. Das ist schon einzigartig. Ich bin sicher, dass Hansa über die Saison hinweg im Rennen um den Aufstieg bleibt.“
Beim Gespräch über seine damalige Hansa-Zeit , gerät Prica ins Schwärmen, wenngleich er rückblickend manche Sachen anders gemacht hätte. „Es war mein größter Fehler damals von Rostock wegzugehen. Im Nachhinein hätte ich meine ganze Karriere in Deutschland verbringen sollen. Ich war erst 22 Jahre, war gerade Vater, und es war nicht leicht, mit dem großen Druck umzugehen.“
Rade Prica im Trikot von Hansa gegen die Leverkusener Bastürk (l.) und Balitsch
Foto: dpa
Mehr als 20 Jahre später zeigt er sich ehrlich und gibt zu: „Ich hätte viel mehr Tore machen müssen und ich habe viele Torchancen ausgelassen.“
Dennoch bleibt Prica im Ostseestadion in bester Erinnerung. Das hat auch das Benefizspiel „Marteria vs. Paule“ zuletzt gezeigt. Beim Einlaufen des Schweden wurde es laut!
Übrigens: Die Stürmer-Gene wurden bereits weitergegeben. Prica-Sohn Tim (23) versucht sich gerade beim schwedischen Erstligaklub IFK Norrköping. Und auch der jüngere Sohn Liam (20) spielt bei Ariana FC in Schwedens 3. Liga. Vielleicht sind die beiden irgendwann auch was für Hansa...