HSV: Magath packt über seine HSV-Absage aus – „Ein Witz“ | Sport

26.05.2025 - Pazartesi 07:23

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Eigentlich sollte es im NDR-„Sportclub“ darum gehen, dass sich die Sendung nach 51 Jahren vom Bildschirm verabschiedet.

Als Gast saß passenderweise Felix Magath (71) auf dem Sofa – keiner wurde im Laufe der Zeit häufiger eingeladen als der Ex-Spieler, -Manager und -Trainer des HSV, von Werder und Wolfsburg.

Doch der Besuch bekam jetzt ordentlich Brisanz. Magath äußerte sich erstmals öffentlich zu seinem Aus als HSV-Präsidentschaftskandidat.

HSV: Magath packt über seine Absage aus

Seit einer Woche ist klar, dass der Beirat seine Bewerbung abgelehnt hat und Magath auf der Mitgliederversammlung am 21. Juni nicht antreten darf.

Das bekam die Klub-Ikone vor zwei Wochen von Beirats-Boss Patrick Ehlers am Telefon mitgeteilt. „Ich war baff und erstaunt und wusste nicht, was ich damit anfangen soll“, erzählt Magath: „Er hat dann eine Erklärung geliefert. Aber als Erklärung würde ich das nicht bezeichnen.“

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Quelle: BILD

Zu den Argumenten gegen Magath soll u.a. die Angst gezählt haben, dass er zu viel Einfluss auf die Profi-Abteilung nehmen möchte und zu wenig Auge für den Breitensport habe.

Magath wehrt sich: „Ich habe der Schach-Abteilung schon früher Computer besorgt, damit die besser trainieren können. Das ist für mich eine Selbstverständlichkeit. Inzwischen schaue ich mir lieber Handball als Fußball an. Ich bin Marathon gelaufen, habe einen Jedermann-Zehnkampf gemacht. Warum, ich in der Pflicht bin, so etwas zu begründen, ist ein Witz!“

Und: „Mir wurde im Laufe meiner Karriere einiges vorgeworfen. Das, was der Beirat mir als Argument gegeben hat: Auf die Idee ist noch keiner gekommen. Ich konnte damit nichts anfangen.“

Rumms!

Im Bewerbungsgespräch habe er sogar versprochen, dass er es nicht wie Ex-Boss Bernd Hoffmann (62) machen werde und nicht über den Präsidenten-Job in den Vorstand der Fußball-AG strebt.

Brisant: Magath bestätigte auch den BILD-Bericht, dass Beirats-Boss Ehlers ihm bei der Absage angeboten hat, er könne von sich aus zurückziehen, um die Absage nicht öffentlich werden zu lassen. Nicht mit dem Sieg-Torschützen im Finale des Europapokals der Landesmeister 1983: „So bin ich nicht.“

Grundsätzlich habe er seinen Frieden mit der unter Fans schwer umstrittenen Entscheidung gemacht: „Ich bin so glücklich, dass ich 51 Jahre im Fußball dabei bin, dass ich jetzt etwas zurückgeben will. Wenn der HSV sagt, dass er bessere hat, habe ich kein Problem damit.“

Aber er kritisiert: „Das ist eine politische Entscheidung. Der Beirat soll nicht die Wahl für die Mitglieder treffen. Die sollen nur die Kandidaten bewerten. Wenn jemand sagt, ich wäre dafür nicht geeignet, kann ich nur mit den Schultern zucken.“

Interessant wird es, als er über ein Treffen im Frühjahr 2024 sprach. Kurz nach der Entlassung von Ex-Trainer Tim Walter (49) wurde er vom Aufsichtsrat zum Gespräch eingeladen.

Magath: „Dann habe ich mit drei Vertretern des Aufsichtsrats geredet, das war eine komische Unterhaltung. Man hat das Gespräch unterbrochen, jemand hatte eine Nachricht bekommen. Man hat sich entschuldigt. Aber es hat keiner abgesagt.“ Und: „Ich habe danach ein Vierteljahr von HSV-Verantwortlichen nichts gehört.“

Die Idee, Magath möglicherweise als Trainer zu installieren, hätte aus seiner Sicht schon früher Erfolg gebracht. Stattdessen kam kurz danach Steffen Baumgart (53). „Es war die falsche Entscheidung am Ende“, sagt Magath: „Ich würde behaupten, dass der HSV mit mir aufgestiegen wäre.“

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