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ILA 2024 in Berlin: Flug-Premiere für Deutschlands teuersten Jet | Regional
04.06.2024 - Salı 21:49
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Berlin – Es ist wieder ILA! Am Mittwoch startet am BER die Internationale Luftfahrt-Ausstellung. Erstmals ist Deutschlands neuer Tarnkappen-Kampfjet auch im Flug zu sehen. Sein Preis: atemberaubend!
Brüllende Triebwerke, dröhnende Rotoren, der Geruch von Kerosin in der Luft: Zehntausende Fachbesucher und Luftfahrt-Fans pilgern diese Woche wieder nach Schönfeld, genauer: ins Dörfchen Selchow am Westrand des BER. Fünf Tage lang kann man dort Flieger sehen, die sonst nie in Berlin landen.
Die wortwörtlich größte Attraktion: ein „AirBoss“ A380-800 von Emirates. Der Nach-Corona-Boom hat das Luftmonster wieder wirtschaftlich gemacht. Im oberen der beiden Passagier-Decks kann man wahren Luxus sehen: 14 Erste-Klasse-Suiten und 76 Businessplätze mit Schlafsitzen, Bar und Riesen-Bad. Die 394 Economy-Sitze im Unterdeck stehen in Zehner-Reihen.
Der „AirBoss“ A380-800 von Emirates ist die größte ILA-Attraktion. 484 Passagiere fliegen auf zwei Decks
Kleiner, aber ebenso langstreckentauglich ist der neue Airbus 321 XLR. Trotz Kurzstrecken-Schmalrumpf kann er dank Extra-Tank nonstop und spritsparend über den Atlantik fliegen. Mit nur rund 200 statt der üblichen 400 Passagiere in Großraum-Jets. Der Traum aller Billig-Airlines. Über Schönefeld wird der A 321XLR enge Runden im Tiefflug drehen.
Purer Luxus: vom 1.-Klasse-Bad mit Dusche im Airbus A380 können Normal-Passagiere nur träumen
Lockheed F-35A-Manöver über Berlin
Doch die meisten Flieger zeigt wieder das Militär. Größter Hingucker: Deutschlands teuerster Kampfjet, die Lockheed F-35A. Fast 10 Milliarden Euro hat die Bundeswehr für 35 Exemplare des Atomwaffen-fähigen Tarnkappen-Flugzeugs locker gemacht: 285 Mio. Euro pro Stück! Die Schweizer haben besser verhandelt und nur 167 Mio. Euro berappt. Von Mittwoch bis Sonntag fliegt die F-35 Luftkampf-Manöver über dem BER.
Walfisch am Himmel: Der „Beluga“-Transporter transportiert Fluzeug-Rümpfe zwischen den Airbus-Fabriken. Aber keine Passagiere
Immer wichtiger werden seit Russlands Überfall auf die Ukraine Drohnen- und Luftabwehr-Raketen. Neben bekannten Systemen wie der amerikanischen „Patriot“ (9 im Dienst) und der deutschen IRIS-T (6 bestellt) feiert Israels „Arrow 3“ seine Auslands-Premiere: die Raketen des „Iron Dome“ fingen 99 Prozent aller Terror-Angriffe auf Tel Aviv ab. 2025 werden sie in Holzdorf (Brandenburg) stationiert.
Berlin-Chef Kai Wegner (l., CDU) und Brandenburgs Dietmar Woidke (r., SPD) mit Israels Luftabwehr-Rakete „Arrow 3“
Auch im Weltall tut sich was: Astronaut Matthias Maurer (54) präsentiert auf der ILA die neue Euro-Rakete Ariane 6. Seinen Erstflug in den Orbit hatte Maurer 2021 mit Elon Musks „SpaceX Falcon 9“ gemacht – billiger als jeder Ariane-Start. Doch Maurer sagt: „Es ist wichtig, dass Europa seine Fähigkeit für Raumflüge behält.“
Das Flugzeug der Zukunft fliegt elektrisch – mit Brennstoffzelle und Wasserstoff-Tank (hinten)
Klar ist in Zeiten des Klimawandels: Die Zukunft der Luftfahrt wird elektrisch. Weil Batterien zu groß und schwer sind, treibt bald Wasserstoff die Flieger an – zumindest auf Kurzstrecken. Ein erstes Modell präsentiert das Deutsche Institut für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Schönefeld: vorn die Passagiere, hinten der Tank, an den Flügeln 6 E-Motoren.
So kommen Sie auf die ILA
Wichtig zu wissen: Von Mittwoch bis Freitag dürfen nur Fachbesucher auf die ILA. Der Samstag ist ausverkauft. Tickets (25 Euro, ermäßigt 14) gibt es noch für Sonntag (10-18 Uhr).
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