Influencerin Rachel Stuhlmann: Tennis-Coach für Varvara Lepchenko | Sport

23.01.2025 - Perşembe 09:10

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So einen Tennis-Coach gab es wohl noch nie!

Influencerin Rachel Stuhlmann (33) wurde von der Amerikanerin Varvara Lepchenko (38) als Trainerin, obwohl sie vorher noch nie einen Profi betreut hatte. Kurios: Als die gebürtige Usbekin bei ihr anrief, war sie bei den Australian Open in Melbourne in der Qualifikation schon ausgeschieden. BILD traf Stuhlmann, die 307.000 Follower auf Instagram hat, zum Interview.

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Quelle: X @Valenciafc

BILD: Sie kamen erst am Freitag an, aber Lepchenko spielte ihr letztes Match schon am Donnerstag.

RACHEL STUHLMANN: „Ja, das stimmt. Sie hoffte noch, als ‚Lucky Loser‘ ins Hauptfeld zu kommen. Daher haben wir gesagt, dass wir hier zusammen ein paar Tage arbeiten.“

Wie kam es, dass Varvara Lepchenko Sie und keinen gestandenen Trainer anrief?

„Ich denke, weil sie gesehen hat, dass ich hier bin. Wir haben eine sehr enge Freundschaft und ich habe mit ihr schon in der Vergangenheit ein bisschen gearbeitet. Wir hatten viele tolle Gespräche. Ich bin froh, dass ich ihr helfen kann. Sie ist ohne Trainer hier, ohne ein großes Team. Ich bin froh, das auszufüllen.“

Sie haben eine echte Trainer-Lizenz?

„Ja, die habe ich. Nach dem College wollte ich Trainerin werden. Ich habe den Schein gemacht, seit zehn Jahren jährlich erneuert und ausgebaut und der Country Club in Sun Valley in Idaho hatte alle möglichen Altersklassen im Spielbetrieb und ich bekam die Männer der Division 1. Ich habe zwar noch nie einen Profi trainiert, aber jede Menge College-Erfahrung. Daher ist das mit Varvara auch eine Herausforderung für mich.“

Was reizt Sie am Trainer-Job?

„Ich habe auch an einer Tennis-Akademie trainiert. Ich liebe die Strategie des Spiels. Das finde ich sehr aufregend. Ich liebe es, darüber zu reden, Strategien zu erstellen. So, wie hier mit Varvara. Heute und gestern habe ich ihr im Training geholfen. Das hat mich daran erinnert, dass es viel Spaß macht auf dem Platz zu sein. Ich habe mit ihr gesprochen, über ihr Spiel und ihren Spielstil. Das hat mich an das erinnert, was ich immer wollte.“

Haben Sie nie davon geträumt, Tennis-Profi zu werden?

„Ja, absolut. Das war immer mein Ziel. Ich habe in der Schule gespielt. Ich habe das aber nicht so verfolgt, wie ich es hätte tun sollen. Ich hatte auch keinen richtigen Plan. Es hat einfach nicht geklappt.“

Firmen und Turniere laden Rachel Stuhlmann ein, wie hier bei den US Open in New York

Firmen und Turniere laden Rachel Stuhlmann ein, wie hier bei den US Open in New York

Foto: Getty Images for Heineken

Ihr Familienname Stuhlmann klingt sehr deutsch...

„Ja, ich habe deutsche Wurzeln, und auf die bin ich sehr stolz. Mein Vater ist Deutscher, er stammt aus Medebach in Nordrhein-Westfalen. Meine Mutter Irin. Wir mögen deutsches Essen. Bier, Bratwurst, Brezel. Kein Witz! Das ist wundervoll. Ich liebe die deutsche Seite in unserer Familie.“

Sprechen Sie deutsch?

„Nein, gar nicht. Meine Mutter hat mir mal ein paar Wörter beigebracht, aber die habe ich vergessen. Ich wünschte mir, dass ich Deutsch gelernt hätte. Vielleicht werde ich das irgendwann tun.“

Rachel Stuhlmann ist auf jeder Party ein Hingucker

Rachel Stuhlmann (l.) mit Varvara Lepchenko, die sie kurzfristig trainierte

Foto: Instagram/Rachel Stuhlmann

Sie bezeichnen sich als Tennis-Influencer. Die meisten Ihrer Bilder zeigen Sie in sexy Klamotten auf dem Tennisplatz. Wie würden Sie Ihren Job beschreiben?

„Für mich empfinde ich Freude und Erfüllung in meiner Mission, die es immer war, den Tennis-Sport zugängig für alle zu machen und den Leuten zu zeigen, wie cool dieser Sport ist. Es ist ein globaler Sport. Es gibt diese tollen Turniere. In diesen unglaublichen Städten gibt es so viele coole Dinge über diesen Sport, die viele Leute nicht wissen. Ich habe immer das Gefühl, dass ich das mit den Menschen teilen muss. Das ist das Wichtigste für mich.“

Wie sieht Ihre Arbeit konkret aus, abgesehen von den Foto-Shootings?

„In den vergangenen Jahren habe ich mein eigenes Unternehmen gestartet. Ich helfe den Tennis- und dem Schläger-Sport generell und dem dazugehörigen Business. Ich helfe ihnen mit Medien, Marketing, Content-Strategie usw. Das ist mir wichtig, dass diese Industrie wächst.“

Rachel Stuhlmann ist Amerikanerin, kommt aus St. Louis

Rachel Stuhlmann ist Amerikanerin, kommt aus St. Louis

Foto: Getty Images

Hatten Sie Vorbilder im Tennis?

„Rafael Nadal und Serena Williams. Ich bin aber sehr von Tennis-Spielerinnen inspiriert. Ich liebe es, ein schönes Outfit zu tragen. Glücklicherweise hat Tennis sehr, sehr süße Outfits.“

Haben Sie auch selbst designt?

„Als ich jung war, habe ich Tennis-Outfits entworfen. Ich hoffe, dass ich irgendwann mit jemandem dahingehend zusammenarbeiten werde. Ich möchte Tennis-Outfits, Kleider, auch Männer-Outfits entwerfen. Ich glaube, ich habe ein gutes Gespür dafür.“

Rachel Stuhlmann auf dem Trainingsplatz. Sie möchte gern einen Tennis-Profi trainieren

Rachel Stuhlmann auf dem Trainingsplatz. Sie möchte gern einen Tennis-Profi trainieren

Foto: rstuhlmann/Instagram

Haben Sie nach der Schule einen Beruf gelernt?

Nach der Schule hatte ich den Trainer-Job in Sun Valley. Mats Wilander (früherer Weltklasse-Spieler – d. Red.) lebt dort. Seine Familie spielt dort. Als ich dort war, merkte ich, wie viele Gedanken und Ideen ich über Tennis hatte, die ich mit Leuten teilen wollte. Ich habe mir einen Web-Designer gesucht und angefangen zu schreiben, über Fashion und Tennis. Ich schreibe über meine Freunde, die auf Tour sind und erzähle ihre Geschichten. Dann kamen immer mehr Möglichkeiten. Das ist einfach so passiert. Ich wollte nicht Tennis-Botschafter sein, aber ich sagte Ja zu vielen Angeboten.“

Gab es Tennis-Profis, die Sie als Vollzeit-Coach haben wollten?

Nein, eigentlich nicht.

Ob die Zusammenarbeit mit Varvara Lepchenko weitergeht, ist für Rachel Stuhlmann noch offen

Rachel Stuhlmann beim Treffen in Melbourne mir BILD-Reporter Sebastian Kayser

Foto: BILD

Würden Sie es wollen?

„Es hat Spaß gemacht, Varvara zu helfen. Ich hoffe, dass wir weitermachen. Wir haben darüber gesprochen. Wir sind ein gutes Team. Ich kenne ihre Ziele. Sie macht es sehr gut. Sie will noch ein paar Jahre spielen. Ich bin sehr glücklich und würde mich freuen, mit ihr zu arbeiten.“

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