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Berlin – Eheberatung für minderjährige Mädchen, Zweitfrauen, islamistische Kitas – mitten in der deutschen Hauptstadt! Wie kann das sein?
Güner Balci (50), Integrationsbeauftragte des Berliner Problembezirks Neukölln, schildert im Interview mit dem „Spiegel“ erschreckende Zustände: Sie beschreibt ein Viertel, das sich im Griff von reaktionären Imamen und Clan-Kriminellen befindet.
„Neukölln war nie besonders frauenfreundlich. Es gab immer schon viel Gewalt und Elend“, sagt die gebürtige Neuköllnerin. Doch ihre Kindheit in den 80ern beschreibt sie auch als Zeit des Miteinanders: „Für uns Kinder war Neukölln wie ein großer Spielplatz.“
Güner Balci (50), Integrationsbeauftragte von Neukölln, spricht in einem Interview Klartext über die Probleme in ihrem Viertel
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Clan-Kriminalität veränderte alles
Doch Neukölln habe sich verändert – zum Schlechten: Mit dem Zuzug palästinensischer Familien aus dem Libanon in den 80er-Jahren habe sich die Kultur im Viertel radikal gewandelt. „Die brachten eine sehr patriarchalisch geprägte Kultur mit.“ Mangels Integrationsangeboten rutschten viele junge Libanesen in die Kriminalität ab: „Die Jungs von damals wurden teils große Nummern in der Organisierten Kriminalität. Sie bekamen Deutungshoheit über alles Mögliche im Viertel.“ Balci warnt: „Wir haben lange unterschätzt, wie groß dieses Phänomen werden würde.“
Die Al-Nur-Moschee in Berlin-Neukölln gilt als Salafisten-Treff, wird schon lange vom Verfassungsschutz beobachtet
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Auch der religiöse Einfluss wuchs im Viertel rasant: Früher habe es kaum Moscheen in Neukölln gegeben – heute seien es rund 30. Viele davon radikal, einige mit Nähe zur Muslimbruderschaft. Balci klagt an: „Ich weiß von Imamen, die Eheberatung für 14-jährige Mädchen anbieten und es akzeptabel finden, wenn sich ein Mann eine Zweitfrau nimmt.“
[–>Skandal um Kita-Bau von Islamisten-Träger
„Gerade wird auf dem Gelände eines schiitisch-reaktionären Moscheevereins mit staatlicher Förderung eine Kita gebaut“, sagt sie. „Der gemeinnützige Träger hat belegte Verbindungen zur Moschee. Vorn sieht man schwarz verschleierte Frauen herauskommen – und hinten soll jetzt eine Kita entstehen? Ich halte das für keine gute Idee.“ Die Politik reagiere oft zu spät und könne Projekte dann rechtlich nicht mehr stoppen.
Für ihre Tochter zog sie aus Neukölln weg
Auf die Frage des „Spiegel“, ob sie mit ihren Aussagen nicht Vorurteile über Muslime bediene und damit Rechtsextremen in die Hände spiele, kontert Balci: „Der Rassismusvorwurf ist ein Totschlagargument. Dass ich von Links- und Rechtsextremen und von Islamisten angefeindet werde, zeigt mir, dass ich vieles richtig mache.“ Trotz ihres Amts als Integrationsbeauftragte wohnt Balci nicht mehr in Neukölln. Der Grund: „Ich wollte einfach auch mal woanders leben. Und mir war wichtig, dass meine Tochter sich frei entfalten kann.“
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Apsny News


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