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Interessenkonflikt bei Merz-Minister?: Wirbel um die Firma von Wolfram Weimer | Politik
20.11.2025 - Perşembe 16:18
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München/Berlin – Wolfram Weimer wurde vom Unternehmer zum Kulturstaatsminister, jetzt sorgt seine Firma für Wirbel. Es geht um den Ludwig-Erhard-Gipfel, den die Weimer Media Group seit vielen Jahren ausrichtet – ein Treffen von Managern, Journalisten und auch Politikern, darunter Bundesminister. Da Weimer seit Mai der Bundesregierung angehört, steht der Vorwurf eines Interessenkonflikts im Raum.
Wie das Portal „Apollo News“ berichtet, wirbt das Unternehmen u. a. mit Zugang zu Ministern, die am Gipfel teilnehmen. Die Teilnehmer-Pakete kosten, wie es auf hochkarätigen üblich ist, teils mehrere zehntausend Euro.
So soll das teuerste Paket 80.000 Euro netto kosten. Auf der Broschüre, die das Portal veröffentlicht hat, werben die Veranstalter mit sieben Gipfel-Leistungen (z. B. großer Stand, 30 Karten) und einem Medienpaket (u. a. Interview in einer Wirtschaftszeitung).
Pikant ist, dass u. a. mit der „Teilnahme an einer exklusiven Executive Night“ geworben wird, an der auch Bundesminister teilnehmen. Doch was bedeutet es, wenn ein Unternehmer für eine Abendveranstaltung bezahlt, auf der auch Minister anwesend sind? Ein Undercover-Reporter von „Apollo News“ gab sich als Interessent aus und sprach mit den Gipfel-Veranstaltern. Dabei fragte er nach „vertraulichen Gesprächen mit einzelnen Ministern“. Der Veranstalter verneinte die Frage, ob das verkauft würde: „So was ist ja nicht vermarktbar, das ergibt sich aus der Situation heraus.“
[-->Besteht ein Interessenkonflikt? Profitiert die Firma von Weimers Amt?
Ein Sprecher der Weimer Media Group erklärte auf BILD-Anfrage, dass Wolfram Weimer „seit 2012 gemeinsam mit seiner Frau zu jeweils 50 Prozent an dem Unternehmen beteiligt“ sei. Er habe „vor seinem ersten Amtstag die Geschäftsführung niedergelegt“ und die Verlagsgruppe verlassen „und seither keinerlei Tätigkeit für den Verlag mehr ausgeübt“.
Aus dem Firmen-Umfeld ist zu hören, dass der Staatsminister-Job für das Geschäft keine Vorteile bringe. Bereits seit Jahren sei der Gipfel hochkarätig besetzt und werde von zahlreichen Politikerin vieler Parteien besucht. Der Wechsel des früheren Geschäftsführers in die Politik sei eher nachteilig, heißt es.
Tatsächlich hat die bayerische Staatsregierung „eine interne Complianceprüfung“ zum Gipfel veranlasst, als dessen Schirm Ministerpräsident Markus Söder (58, CSU) fungierte. Geprüft wird, „ob eine Fortsetzung der staatlichen Unterstützung weiterhin möglich ist“, so ein Sprecher der Staatskanzlei zu BILD.
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