Israel: Greta Thunberg spricht über Schreck-Moment in Haft | Politik

16.10.2025 - Perşembe 06:54

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Stockholm – Promi-Aktivistin Greta Thunberg (22) war in den letzten Tagen des Gaza-Kriegs mit Hunderten Aktivisten per Flottille nach Israel gesegelt. Erklärtes Ziel der Mission: Hilfsgüter nach Gaza bringen. Doch wie erwartet, wurden die Schiffe abgefangen, die Aktivisten festgenommen und wenige Tage später in ihre Heimatländer zurückgeflogen.

Zurück in Schweden, klagt Thunberg über angebliche Misshandlung durch die israelischen Behörden. Die wiederum dementieren die Vorwürfe („dreiste Lügen“) und betonen, dass sie vor dem Abschieberichter keine Klagen erhoben hatte.

Der Zeitung „Aftonbladet“ gab Thunberg nun ein längeres Interview über ihre kurze Haft in Israel – und erzählte von einem besonderen Schreck-Moment, den sie dort erlebt haben soll.

▶︎ Sie sei zu Einzelgesprächen mit israelischen Beamten, Diplomaten und Politikern geladen worden, sagt Thunberg. Ein Regierungsvertreter habe ihr plötzlich gesagt, sie hätten die Terror-Miliz Hamas kontaktiert. „Wir haben der Hamas angeboten, dich gegen Geiseln auszutauschen.“

Dann, erzählt Thunberg weiter, „warteten sie und starrten mich schweigend an“. „Als ich nach einer Weile fragte: ‚Worum geht es hier?‘, sagten sie: ‚Das war ein Scherz!‘“

Thunberg klagt über „Demütigung und Folter“

Außerdem zeigte Thunberg ihren zwischenzeitlich beschlagnahmten roten Koffer, wie sie ihn von den israelischen Behörden zurückbekommen haben soll: Er ist per Filzstift vollgeschmiert mit israelischen Flaggen, der Solidaritätsschleife für die Geiseln, der Zeichnung eines erigierten Penis und einer beleidigenden Aufschrift: „Hure Greta“.

Thunberg am 6. Oktober 2025 am Flughafen in Athen: Sie behauptet, gefoltert worden zu sein

Thunberg am 6. Oktober 2025 am Flughafen in Athen: Sie behauptet, gefoltert worden zu sein

Foto: AP

Zudem sagt sie, die Gefängniswächter hätten sie und die anderen Aktivisten verschiedenen Formen von „Folter und Demütigung“ ausgesetzt. Unter anderem sei ihnen stundenlang Trinkwasser verwehrt worden.

Zudem sei eine israelische Flagge in ihrer Nähe platziert worden. „Als sie flatterte und mich berührte, riefen sie: ‚Fass die Flagge nicht an!‘ und traten mir in die Seite. Nach einer Weile wurden meine Hände mit Kabelbindern festgebunden. Eine Gruppe von Wachen stellte sich auf, um Selfies mit mir zu machen, während ich dort saß.“ Mit einem Messer hätten sie außerdem vor ihren Augen Palästina-Flaggen zerschnitten.

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