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Israels 11. September: Hamas-Terror überfällt Zivilisten | Politik
08.10.2024 - Salı 15:56
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Was vor genau einem Jahr, am 7. Oktober 2023 passierte, wird oft der 11. September Israels genannt. An diesem Tag überrumpelt die palästinensische Terrororganisation Hamas den israelischen Sicherheitsapparat und fällt mit barbarischer Gewalt über Zivilisten her. Das größte Massaker gegen Juden seit dem Ende des 2. Weltkrieges. Und der Beginn von Israels Gaza-Krieg gegen die Hamas.
BILD dokumentiert in Karten die Stunden des Terrors.
6. Oktober 2023 – der Tag davor
Der 6. Oktober 2023 ist ein sonniger Tag. Bei bis zu 30 Grad ziehen gläubige Jüdinnen und Juden durch die Straßen und feiern den letzten Tag des sechstägigen Laubhüttenfestes. An diesem Freitag wird auch an den Beginn des Jom-Kippur-Krieges vor genau 50 Jahren gedacht, als syrische und ägyptische Armeen Israel angriffen. Die „Times of Israel“ schreibt über die Atompolitik Saudi-Arabiens. Eine in New York für umgerechnet 35,2 Millionen Euro ersteigerte hebräische Bibel kommt per Flugzeug in Israel an.
Eineinhalb Autostunden von der Hauptstadt Jerusalem entfernt treffen sich am Abend Tausende junge Menschen unter freiem Himmel in der Wüste. Beim Supernova-Festival wollen sie zu psychedelischem Techno tanzen – das Leben feiern.
7. Oktober 2023 – der Terror beginnt mit Raketen
Um 6.29 Uhr startet die Hamas ihren lange vorbereiteten Angriff. Tausende Raketen fliegen in Richtung Israel fast bis Tel Aviv. Wahrscheinlich nur ein Ablenkungsmanöver. Denn es folgt viel Schlimmeres.
Am frühen Morgen des 7. Oktober 2023 beschießt die Hamas Israel mit Raketen. Der Beginn des schlimmsten Tags in der jüdischen Geschichte seit dem Holocaust
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6.30 Uhr – Hamas-Kämpfer überwinden die Grenze
Fast zur gleichen Zeit durchbrechen etwa 1500 Terroristen den Zaun, der den Gazastreifen vom Südbezirk Israels trennt. Die israelische Armee spricht später von 119 durchbrochenen Stellen.
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Die Terroristen stürmen das Land auf Motorrädern, Quads, Pick-ups und zu Fuß. Verschaffen sich Zugang mit Schlauchbooten über das Meer und mit motorisierten Gleitschirmen durch die Luft. Ihr Ziel: Blutvergießen und Geiselnahmen.
Durch ein Loch im Grenzzaun dringen Hamas-Kämpfer auf Motorrädern am frühen 7. Oktober 2023 auf südisraelisches Gebiet vor
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6.37 Uhr – immer mehr Kibbuzim melden Angriffe
Nur Minuten nach Beginn der Invasion, um 6.32 Uhr, wird im Kibbuz Nir Am Sicherheitsalarm ausgelöst. Kibbuzim heißen in Israel die kleinen gemeinschaftlich organisierten Siedlungen. Immer mehr dieser Ortschaften melden in den Folgeminuten Angriffe. Das Militär ruft die Bewohner von Süd- und Zentralisrael auf, sich in der Nähe der Luftschutzbunker aufzuhalten. Doch Hunderten Kibbuz-Bewohnern helfen die Warnungen nicht mehr.
6.49 Uhr – der Terror erreicht Nir Oz
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Das Kibbuz Nir Oz liegt nur knapp drei Kilometer von der Grenze zu Gaza entfernt. Als die Terroristen eintreffen, beginnen sie systematisch durch die Häuser zu ziehen und zu morden. Erst acht Stunden später wird das israelische Militär das Kibbuz erreichen. Fast ein Viertel der etwa 400 Bewohner sind dann getötet oder entführt.
7.00 Uhr – Sturm auf das Supernova-Festival
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13 Kilometer nördlich von Nir Oz liegt das Gelände des Supernova-Festivals, nur fünf Kilometer vom Grenzzaun zu Gaza entfernt. Um 6.30 Uhr werden die Besucher von Explosionen aufgeschreckt.
Eine Besucherin des Supernova-Festivals flieht vor den Hamas-Angreifern. Sie zählt zu denen, die überlebten
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Um 6.41 Uhr beschließt die Security, das Festival abzubrechen und fordert die Besucher auf, in ihre Autos zu steigen und zu fliehen. Doch schon um 7.00 Uhr beginnt die Katastrophe.
[-->Etwa 50 bewaffnete Terroristen erreichen den Ort und beginnen wahllos auf die Musikfans zu schießen. Später durchkämmen sie das Gelände und töten etliche, die in Büschen und Plantagen ein Versteck suchen. Von 3500 Menschen werden 366 ermordet. 44 Geiseln werden nach Gaza entführt.
8.30 Uhr – Sechs Militär-Stützpunkte gestürmt
Der 7. Oktober 2023 ist ein völliger Kontrollverlust für Israels Armee. Den Hamas-Kämpfern gelingt es, bis zu 22 Kilometer tief auf israelisches Gebiet vorzudringen, sie greifen mehr als 50 Ortschaften an.
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10.30 Uhr – „Wir befinden uns im Krieg“
Auf der Plattform X veröffentlicht Ministerpräsident Benjamin Netanjahu (74) eine Videoansprache: „Bürger Israels, wir befinden uns im Krieg.“ Wie sich später herausstellen wird, werden am 7. Oktober im Süden Israels mehr als 1200 Menschen ermordet, die meisten davon israelische Juden. Die Gemeinden nahe dem Gazastreifen müssen besonders viele Opfer betrauern.
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11.22 Uhr – Szenen von Geiselnahmen gehen um die Welt
Die Terroristen morden nicht nur bestialisch. Allein im Kibbuz Nir Oz werden 78 Menschen gekidnappt, darunter auch Kinder und über 80 Jahre alte Senioren. In den sozialen Medien tauchen ab dem Vormittag Videos auf von gefesselten und blutverschmierten Menschen, die in Fahrzeuge gezerrt werden. An diesem Tag nehmen die Angreifer insgesamt 251 Menschen als Geiseln, verschleppen sie nach Gaza, wo viele in Tunneln gefangen gehalten, misshandelt oder getötet werden.
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7. Oktober 2024 – der Schrecken endet nicht
Seit dem blutigen 7. Oktober im vergangenen Jahr gab es Befreiungsaktionen der israelischen Armee und Gefangenenaustausche. Doch noch immer werden fast 100 Opfer vermisst.
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