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Johann Wadephul schüttelt Hände in Japan bei Expo | Politik
19.08.2025 - Salı 17:26
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Während Bundeskanzler Friedrich Merz in Washington mit Trump und Konsorten verhandelt, tourt sein Außenminister Johann Wadephul durch Japan – und schüttelt dort fleißig Hände.
Mehr als 160 Länder und Regionen sind bei der diesjährigen Expo im japanischen Osaka zu Gast. Mittendrin statt nur dabei: Außenminister Johann Wadephul.
Getreu dem Ausstellungs-Motto ¡Designing Future Society for Our Lives“ (dt.: „Die zukünftige Gesellschaft für unser Leben gestalten“) schüttelte er bei seiner ersten Asienreise im Amt jede Menge Hände – darunter auch mit dem Maskottchen des europäischen Pavillons „Europe-Chan“. Dessen strohblonden Haare und stahlblauen Augen sind wohl als Solidaritätsbekundung mit der Ukraine zu verstehen.
Freiheit, Sicherheit, Wohlstand – Deutschland will raus aus der Abhängigkeit von den USA und dafür enger mit Japan kooperieren. Durch eine Zusammenarbeit könne man die massiven Herausforderungen angehen, mit denen die beiden Länder konfrontiert seien, so Wadephul.
Wadephul und Japan – eine runde Sache
Deutschland verbinde mit dem „Premiumpartner“ Japan als dritt- und viertgrößte Volkswirtschaften der Welt vieles – vor allem wirtschaftliche Herausforderungen.
„Uns eint dabei die Erkenntnis: Freiheit, Sicherheit und Wohlstand in Europa und im Indopazifik sind eng miteinander verwoben“, sagte der Außenminister später am Tag bei einem Treffen mit seinem japanischen Amtskollegen Takeshi Iwaya in Tokio.
Vor seiner Ankunft in Tokio machte Wadephul noch einen Abstecher auf einen Militärstützpunkt der japanischen Marine in Yokosuka südlich vom Tokio. Der Stützpunkt ist zugleich Heimatbasis der 7. US-Flotte, der mit 26.000 stationierten US-Soldaten der größte dauerhaft außerhalb der USA stationierte Flottenverband ist.
Dort informierte sich Wadephul über die Arbeit der multinationalen Koordinierungsgruppe für die Überwachung der UN-Sanktionen gegen Nordkorea. Dabei warf er dem Regime in Pjöngjang und China vor, die internationale Stabilität mit aggressiven Aktionen im Indopazifik zu bedrohen. „Immer gilt: Grenzen dürfen nicht durch Gewalt verschoben werden. Weder in Europa noch im Indopazifik noch sonst irgendwo auf der Welt.“, so Wadephul.
Außenminister Wadephul mit dem Bezirkskommandeur von Yokosuka und Vizeadmiral Tomohiko Madono
Im Rahmen seines Besuchs auf der US-Flottenbasis äußerte er sich auch zum Ukraine-Treffen im Weißen Haus und verlangte von Kremlchef Wladimir Putin die Zustimmung zu einem Waffenstillstand.
Wadephul will in Tokio auch Ministerpräsident Shigeru Ishiba (68) sowie mehrere für Wirtschaftsbelange zuständige Minister treffen sowie eine Rede bei einer Friedensstiftung halten. Am Mittwoch reist er weiter nach Indonesien.
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