Klartext von Ex-Profi: „Mainz 05 hat den Mut verloren“ | Sport

15.11.2025 - Cumartesi 04:50

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Falsch eingekauft, Trainer abgenutzt – oder doch nur Pech und Alltag für einen kleineren Verein? Die Spurensuche für die Mainz-Krise ist in vollem Gange.

Die Bundesliga-Fakten machen wirklich Sorgen: Platz 17, zu viele Gegentreffer, zu wenig eigene Tore, neun Monate ohne Heimsieg. Saisonübergreifend nur zwei Siege in 19 Spielen.

Das ist eine Absteiger-Bilanz. Die kann man nicht schönreden, nicht ignorieren, und sie zeigt klar, dass die Ursache nicht nur wenig erfolgreiche Transfer-Entscheidungen des Sommers sein kann.

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Quelle: BILD

Was mir bislang zu kurz kommt, ist die Spielweise der letzten Monate. Was ist bloß aus dem Zauber-Fußball geworden, der die Nullfünfer letzte Saison zwischenzeitlich auf Platz 3 katapultierte? Aus der spielerisch besten Mainzer Truppe, die es je gab, die sogar die legendären Bruchweg Boys in den Schatten stellte?

„Wir müssen mutig sein“, fordert Bo Henriksen immer. Doch es sieht ganz so aus, als hätte den Trainer, den ich nach wie vor für einen Top-Mann halte, der Mut verlassen.

Genauer: Henriksen ist in die Bo-Falle seines Vorgängers geraten. Unter Bo Svensson spielte Mainz abwehrstark, gelegentlich Überfallfußball, aber meistens lange Bälle. Spielaufbau von hinten raus war nicht erwünscht. Das funktionierte bekanntlich lange ziemlich gut, irgendwann dann nicht mehr so.

Henriksen hat die Mannschaft spielerisch deutlich weiterentwickelt. Er hatte dank Amiri, Sano, Caci, Nebel, Lee und Burkardt auch das Personal dafür. Doch wer (nicht nur) das 0:1 in Frankfurt sah, muss sich wundern, was davon übrig geblieben ist.

Bis auf eine kurze Phase in der ersten Hälfte wurde der Ball regelmäßig planlos nach vorn geschlagen. Und da gab es dann kaum jemanden, der ihn festmachen konnte. Hoch gewinnen kann man so eher selten.

Die Angst zeigt sich nicht nur bei der Taktik. In der Conference League baut Henriksen mit Erfolg auf Nachwuchs wie Potulski, Bobzien, Kawasaki. In der Bundesliga spielen fast immer dieselben. Wenn es Wechsel gibt, dann spät. Warum nicht mal Bobzien im Bundesliga-Angriff testen? Oder Reserve-Knipser Moreno Fell?

Altersschnitt fast 30

Der Altersdurchschnitt der Startelf beim 1:2 in Stuttgart war 29,8 Jahre. In Frankfurt 29,1. Nur Thomas Tuchel schickte in Mainzer Bundesliga-Zeiten schon mal ältere Herren aufs Spielfeld.

Euphorie sieht anders aus. Die brauchst du aber, wenn du den Knoten lösen willst. Wer immer nur das Risiko scheut, scheut auch den Erfolg.

Betagt und erfolglos: Die Mainzer vorm Anpfiff beim 0:1 in Frankfurt

Betagt und erfolglos: Die Mainzer vorm Anpfiff beim 0:1 in Frankfurt

Foto: Getty Images

Symptomatisch der Fall Nelson Weiper. Der ist erst 20. Ein Alter, in dem man noch viel zu verbessern hat. Auch Jonny Burkardt war mal 20. Aber Weiper, der sicher in der internen Kommunikation nicht alles richtig gemacht hat, kriegt viel mehr Druck ab. Ob das hilfreich ist?

Bälle besser festmachen, Strafraum besetzen und auch noch knipsen. Wieso liegt die ganze Last dafür auf einem 20-Jährigen? Der Verein hat sich von Szalai, Ajorque, Onisiwo getrennt, und plötzlich sucht man händeringend wieder einen Typ klassischer Mittelstürmer?

Ich meine: In den kommenden Spielen muss Mainz wieder den Mut entdecken, die eigenen Stärken auszuspielen. Die liegen nicht im Langholz, sondern im Kombinations-Fußball. Und in der Bereitschaft, auch unerfahrenen Spielern Einsätze zu ermöglichen.

Paul Nebel ist ein gutes Beispiel dafür. Den sah Henriksen bekanntlich anfangs nur als Backup für den Job als Linksverteidiger. Diese Fehleinschätzung korrigierte er. Zeit, an solche Erkenntnisse anzuknüpfen.

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